Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 1 (1803))

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6) Der Entschluß, welchen der Beklagte zu
fassen hat, — ob eö überall eines Gegenbeweises be-
dürfe—gehört zu dem, was wir im vorhergehenden
Nro. gesagt haben. — Er muß ex argumento a tuto
seinen Gegenbeweis instruiren oder antreten. — Wird
er nach Beschaffenheit der Klägerischen Beweismit-
tel — oder weil jener den Beweis desert werden
lassen, unnölhig— überflüssig— gut, so abstra-
hier er in diesem seltenen Falle vom Gegenbeweise —
und daß er gleichwohl schon den Gegenbeweis ange-
treten hat, ist ein kleines Incommodum—was
ihm ohnehin der Kläger, welcher ohne gehörige Be-
weismittel zur Hand zu haben klagte, in dem letzte-
ren Falle wenigstens, durch die Kostenerstattung
vergüten muß.
Seine Gegenbeweismittel muß er kennen — er
muß sie alle beybringen— oder anzeigen, gut für
ihn, wenn er daran Ueberstus hat —oder sein Geg-
ner so schwach ist, daß er seiner Waffen gegen ihn
nicht, bedarf, ihrer ganz oder zum Theil etikbehren
kann — denn ihm steht ja bey Vollsührung des Ge-
genbeweises frey, von seinen Zeugen zu produciren,
welche er will, und zurücke oder fallen zu lassen,
welche er will. Mit den Instrumentis und ciocu«
nrentir, welche er zu produciren in srticuür er Erec-
to-

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