Full text: Volume (Bd. 1 (1803))

( 302 )

werden, in pari Termino mit dem Beweise des Be-
weisführerö, auch seinen Gegenbeweis schon anzu-
treten, weil er erst aus der Beweisantretung erfahrt,
was und wie der Beweisführer zu beweisen gedenkt,
und worauf und wie er also seinen Gegenbeweis ein»
zurichten habe«
Eben so unmöglich ist es auch, daß Beweis
und Gegenbeweis in UNO eodemcjue Termino ange-
treten werde, wenn in einer Urchel alternative und in
der Maaste auf Beweis ankommt:
er könnte sber würde dann beweisen,
entweder dass rc.
oder daß :c.
denn so lange hier der Beweisführer seinen Beweis
noch nicht angetreten hak, weis so wenig der Rich-
ter, als der Gegenbeweisführer, welche von beyden ■»
Alternativen jener wählen, und worauf also der Ge-
genbeweis anzutreten seyn werde, und falls man
also nicht will, daß der Gegenbeweis aufs Ohnge-
fähr und Gerathewohl, gegen beyde Alternativen
zugleich gerichtet werden solle, eurn tarnen fuper-
flua probatione nemo fit onerandus, so muß die
Gegenbewessantretung in solchem Fall schlechterdings
bis nach angetretenem Beweise auögeseHt werden.
End»

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