Full text: Volume (Bd. 1 (1803))

7.1.3. Extract aus dem unterthänigsten Gutachten des Hofraths und Professors Tychsen zu Rostock über die zweckmässigste Verbesserung der Feyerlichkeiten eines gerichtlichen Juden-Eides

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Extract aus dem unterthanigsten Gut-
achten des Hofraths und Professors
Tychsen zu Rostock, über die zweck-
massigste Verbesserung der Feyerlich-
keiten eines gerichtlichen Iuden-
Eides.

Wc>6 nun die zweckmassigste Einrichtung und
nothige gleichförmige Verbesserung der Feyerlichkei-
ten bey einem Iudeneide betriff; so gehet mein un-
terthänigsteö Erachten dahin:
I.) Daß nach dem Beyspiel deS jüdischen
Gerichts, der Eid auf einem Sepher
Thora, auf einer auf Pergament geschrie-
ben en Synagogischen Gesetzrolle, nicht
aber auf einer gedruckten hebräischen Bi-
bel abgelegt werde.
Die Gründe hiezu sind folgende:
i) Die Juden sehen dies, mit der äussersten
Pünktlichkeit noch den Vorschriften ihrer alten
Weisen auf Pergament im Rollformat, ohne
Vocalpuncte und Accenten geschriebene, Exem-
plar der fünf Bücher MosiS, als eine ächte
Ab-

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