Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 1 (1803))

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schwamm sie vollkommen auf der Oberfläche desselben,
nur das Herz und der linke Lungenflügel schienen sich
etwas zu neigen. Eben so hielten sich beyde Lun-
genflügel für sich und einzelne Stücke derselben auf
der Oberfläche des Wassers. Beym Zerschneiden
drang zischende Luft empor und auf dem Wasser sah
man deutlich Luftblasen»
Aus diesen-Umständen schlossen die Obducenten,
daß das Kind nach der Geburt gelebt habe.
z. Bey Betrachtung des Kopfs fand man zwey
Finger breit vom rechten Ohr, eine, über die Mitte
des rechten Scheitelbeins bis zum linken sich erstre-
ckende, zwey Zoll lange, und mehr denn einen halben
Zoll breite, stark sugillirte Wunde, mit weit
auseinander stehenden Lefzen und coagulirtem Blute
bedeckt, wobey man sehr deutlich das, mit schwarzem
geronnenen Blute überzogene Gehirn sehen konnte.
Nachdem darauf die illtegumeML capitis com-
munia davon getrennt worden waren; so zeigte sich
das, an der untern Seite der Wunde grenzende, Stück
des Scheitelkaochens, ohngefähr einen und einen
halben Zoll lang, und fünfviertel Zoll breit und mehr
einen und einen halben Zoll tief eingedrückt-
Zugleich wurden mehrere Depressionen, nicht
öloö um den ganzen Umfang der Wunde, sondern
auch

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