Full text: Volume (Bd. 1 (1803))

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Bewürfe nie mehr, als Abweisung des Klägers ganz
oder zum Theil.
Soll der vormalige Kläger im Executiv-Proces,
auf den Grund der zur besonderen Verhandlung ver-
wiesenen Einreden angehalten werden, daß er eine
Zwangöpflicht erfülle, und dem vorhin Verklagten
etwas leiste; so bedient dieser sich gegen ihn der
Rechtsverfolgung durch Klage.
Andere Mittel führen den im Executiv-Proces
verurtheilten Verklagten nicht zu dem Ziel *). Ihm
war die Rechtöform ungünstig, weil seine Schutz-
reden weiterer Erörterung bedurften.
Die excecutivische Klage feines Gegners hat
ihren Zweck erreicht, den illiquide Einreden nicht
zu Hintertreiben vermogten. In ihrer vorigen Ei-
genschaft nutzen also die Exceptionen nicht mehr.
(Siehe Anl. A.) §. 4.
*) Schl ltcr prax. jur. rom. ex. 13. empfiehlt die Cau-
tel, illiquide Einreden mittelst Klage anzubringcn und
so die Sache in den ordentlichen Proces einzuleiten:
allein dieser Kunstgrif kann dem Gläubiger, der klare
Urkunden vor sich hat, uicht uachthcllig seyn, und
ihn nicht hindern in der Folge den Executiv- Proces
anzufangen. Man sehe hierüber Weber Beytrage ic.
St. i. No, 2. S.ro. auch Beem, confilia T. r. c, 57.
n. 22. A. d. H.

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