Full text: Volume (Bd. 1 (1803))

C 7 )

1. die Hechtöangel, als ei» höchstgefahrlicheS, in
der Geburtshülfe ganz ungebräuchliches, Instrument,
von der Hebamme gar nicht hätte gebraucht werden
dürfen, um so mehr, als den Hebammen überhaupt
der Gebrauch hebärztlicher Instrumente, weil er'
außer einer richtigen Beurtheilungökraft, viele
Kenntnisse, und eine reife Erfahrung erfordere, gar
auf keine Weife verstattet werden könne. Am
wenigsten könne man ihnen den Gebrauch scharfer
Werkzeuge, die selbst von der Hand des geübtesten
Geburtshelfers nur dann, wenn alle andere Mittel
umsonst wären, und der Tod des Kindes gewis sey,
mit der grössesten Vorsicht angewandt würden,
erlauben.
2. Sey es gar keinem Zweifel unterworfen, daß
die noch dazu mit einem Widerhaken versehene
Hechtöangel, so applicirt, daß der Kopf dadurch
hervorgezogen werden solle, für ein noch lebendes
Kind äusserst gefährlich, und gewöhnlich tödtlich
werden müsse; ja, daß selbst auch die Mutter,
besonders wegen des daran mangelnden Stiels, dabey
sehr in Gefahr komme, verleht und umgebracht zu
werden.
Es fiel demnach der Jnculpatin zur Last:
*• daß sie Hey einer unordentlichen und gefahr«
vollen

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