Full text: Volume (Bd. 1 (1803))

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Daseyn zu fristen vermögt hätte: so hört doch von
diesem Punkte an, mit der Willkühr, auch die
Jmpukabilikät seiner Vergehungen gröstenkheils auf.
Er hatte ein Handwerk erlernt; aber nicht tüchtig
genug, um fein Brod damit zu erwerben. Wäre
er indessen ein Meister in seinem Fache gewesen;
was hatte es ihm gefrommt? Wer, der das
Brandmark sah, würde ihm eine Arbeit anvertraut,
einen Verdienst zugewendet' haben ? Selbst der
Soldatenstand gewährte ihm nun keine Zuflucht
mehr; Niemand will mit einem Gebrandmarkten
dienen! Alles flieht ihn; Jeder scheut den Ver-
kehr , auch die entfernteste Verbindung mit ihm.
Woher soll er Nahrung und Kleidung nehmen?—
Schulz war noch dazu nicht einzelner Mann;
er hatte Frau und Kinder, welche zu verlassen
Zärtlichkeit und Naturgefühl, die er an verschiede-
nen Stellen so ungeheuchelt äussert, ihm nie, in
keiner jage des Lebens, hat verstatten wollen. Ei-
gener Hunger thut weh; eben so weh die Noch,
welche man die nächsten Angehörigen leiden steht.
Doppelte, dreyfache Sorge lag auf ihm, der schon
an der Last der Selbsterhaltung so schwer trug.
Brachten es so nicht in der That leider! seine Ver-
hältnisse — wenn man sie sich in ihrem ganzen
Um-

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