Full text: Volume (Bd. 1 (1803))

( 143 )

Es ist wahr, daß die Begangenschafften des
Inquisiten Schulz unter die Ansicht des furti tertii
zu bringen sind. Es ist eben so wahr, daß die pein«
liche Gerichtsordnung das furtum tertium, sty es
magnum oder parvum, mit der Strafe des Stran«
ges bedroht. *)
Allein eben so wahr ist es, einmahl, daß diese
Strafe schon aus ganz allgemeinen Betrachtungen
in ihrer vollen Strenge durchaus unanwendbar er«
scheint, und sodann, daß specielle Rücksichten m
fubrtrato auf eine noch mildere Strafb-stlmmung
hinsühren.
Es fehlt uns, wie gesagt, nicht
I.) an allgemeinen Rücksichten, welche die sklavische
Anhänglichkeit an die Gesetzgebung Karls des fünf«
ten
*) Anm. d. E. Jnguisit hat sich auch dicTheilnahme
an einem Pferdcdiebstahl ju Schulden kommen lasse».
Dies- hätte Veranlassung geben müssen, der, über
den Pfcrdedicbssahl disponircndcn, vaterländischen
Verordnungen zu erwähnen, wenn es nicht ungewis
gewesen wäre, ob diese Constitutionen den Akten bcy
der Transmission würden beygclegt werden. Es ist
geschehen, und die Entscheidungsgründe stützen sich
darauf; man hat sich daher in der jweytcn Verthci-
diqnngsschrift die Entwickelung der Unanwendbarkett
gedachter Gesetze in substrato, angelegen scyn lassen.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer