Full text: Volume (Bd. 1, H. 3 (1846))

Abhandlungen.

Schiffsladung allerdings docirt, ihre Legitimation zur Klage nachge»
wiesen haben, so fragt sich, aus welchen andern Gründen der Verkl.
sein vermeintlich besseres Recht geltend machen wollte. Hier findet sich
nun, daß derselbe seines früheren cigrnthümlichen Besitzes wider seinen
Wille» entsetzt sein will. Daß er in der That früherer Eigen-
thümer gewesen, ist von den Kl. nicht bestritten, wohl aber die Ent-
äußerung wider seinen Willen, da doch sein Giro sich auf dem Con-
noissemente befindet. Der diesfällige Gegenbeweis war selbstredend von
dem Verkl. zu führen, er ist aber mit diesen» Beweise gänzlich ausgefal-
len, da er in seinem diesfälligen Prozesse mit re. Damberger modo
dessen ConcurS. Masse schon gänzlich und jetzt rechtskräftig abgewiesen
ivorden ist. Somit fehlt es aber dem Verkl. seiner SeilS an aller Le-
gitimation, um den Klg. ihr Eigenthum streitig zu machen. Unter
diesen Umständen »nv »regen dieser Mängel seines WiderspruchSrechtS,
kann eS auch darauf nicht ankommen, daß der Verkl. bei dem Eigen-
thumScrwerbe der Kl. einen Mangel darin hat auffindcn wollen, daß
mehrere von den Indossamenten, durch »reiche das Eigenthnm der La-
dung von dem ersten Inhaber »reitcr bis auf die Kl. übertragen wor-
den, nur GiroS in Maneo stnd. Ein Einwurf, welcher in dem
Munde drS Verkl. sehr »vunderlich klingt, da, »renn er in der !hat ge-
gründet wäre, auch er selbst nicht als Eigcnthümer angesehen werden
könnte, sondern die Waaren heute noch als das Eigenthum von E.
W. Schlottke angesehen werden, somit dem Verkl. auö dieser seiner
eigenen Ausstellung wiederum jedes Wide»spruchSrecht, abgesprochen
werden müßte.
. Meine Bemerkungen zu dieser Entscheidung, welche mir im
Resultate richtig, aber durch die Gründe ungerechtfertigt scheint,
werden erst nach Mittheilung des zweiten Falles folgen. Dieser
ist nachfolgender:
II. Der Kaufmann B. zu Ratibor hatte laur Ladescheins des
Schiffers Nagel vom 9. September 1843 54 WiSpel Raps nach
Breslau „an die Ordre" verladen. B. verkaufte diesen Raps
ain 15. Scpt. 184:1 unter Aushändigung des Ladescheins, auf
welches er behufs eines Giro's in blauen seine Nainensunterschrist
gesetzt hatte, an den Kfm. H. zu Brieg»nit folgender Verkaufsnote:
Sie kauften und empfingen laut Eonnoiffementdurch Schiffer
Nagel 54Wisp.Raps ä 71 rtl. franco Breslau rtl. 3734
Vorschuß an Schiffer Nagel. 60. 3794.
Ab an Fracht 21(6 rtl.. . 117.

rtl. 3677.

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