Full text: Volume (Bd. 1, H. 2 (1845))

Abhandlungen.

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fern Letztem vergütigt. An sich hat dieses Angeld auf ven recht-
lichen Charakter des Geschäftes keinen Einfluß; auf welche Weife
eS, als ein selbstständiges Objekt zu einem Gegenstände von Pro-
zessen geworden ist, erhellt aus den S. 82 mitgethrilten RechtS-
fprüchen.
Selten kommt der Fall vor, daß auch der Verkäufer bei einem
Geschäfte der zweiten Kategorie seine Rechte aus dem Schlußzet-
tel einem Dritten cedirt, weil, wenn er sich durch einen in der
Zwischenzeit eintretenden niedrigen EourS nicht durch Ankauf der
Papiere decken, sondern seine Verpflichtung auf einen Dritten
übertragen will, er cS vorzieht, mit diesem ein neues Schluß-
geschäft über dieselben Papiere und mit gleicher Verfallzcit zu
schließen.
ES werden sonach der Regel nach in daS Bereich des Geschäf-
tes nur folgende Personen gezogen:
1) die ursprünglichen Kontrahenten,
2) die Eessionarien des Käufers,
und nur in seltenen Fällen:
3) die Eessionarien des Verkäufers.
Die Rechtöstreitigkcitcn, welche in neuester Zeit auS diesen Ge-
schäften entstanden sind, haben faktisch ihren Ursprung in dem
durch daS Gesetz vom 24. Mai 1844 herbeigeführten Sinken der
Course aller Eiscnbahnpapiere'). Die Käufer der Papiere
rcs,>. deren Eessionarien nahmen die inländischen Eisenbahn-
Papiere nicht ab; die Verkäufer sahen sich daher gezwungen,
aus gerichtlichem Wege ihre Rechte geltend zu machen. Sie rich-
teten ihren Anspruch gegen die Person des Käufers, von den wei-
tern Erwerbern der Schliißzeitel keine Notiz nehmend; der Käu-
fer sieht sich sonach seinerseits gezwungen, sich an seinen Eessionar
zu halten, dieser an den Seinigen u. s. f. — Tie in ausländi-
schen Papieren geschlossenen Geschäfte waren schon durch daS
Gesetz vom 14. Mai 1840*) alS der Klagbarkeit beraubt erklärt,
Verql. hierüber S. u. f,
') S. Seite 42.

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