Full text: Volume (Bd. 1, H. 1 (1844))

Rechtssprüche.

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Noch ist zu bemerken, daß bei der Verpfändung solcher auf
dem Transporte befindlicher Maaren durch symbolischeUebergabe
die gleichzeitige Aushändigung des ConnoissementS und der
Faktur an den Pfandgläubiger erfordert wird, wovon nur derFall
ausgenommen ist, daß ErstereS zur Besorgung der Assecuranz ver-
sendet ist. In diesem Falle genügt die Aushändigung der Faktur
und Benachrichtigung an den Correspondenten, welcher daSCon-
noissement in Hänven hat. (§§. 367. 369 und 370. Tit. 20.
Thl. F. A. L. R.) >) Daß aber auf letztere Weife eine zur Cigen-
thumS-Uebertragung genügende symbolische Uebergabe erfolgen
kann, laßt sich nicht annehmen, weil derFührer der Maare dieselbe
nur gegen Aushändigung des ConnoiffementeS abliefern darf.
Wird daher der Käufer nicht in dessen Besitz gesetzt, so ist nicht
die im §. 64. Tit. 7. Thl. I. A. 8. R. vorgeschriebene Möglichkeit
geboten, daß die körperliche Besitznehmung sofort erfolgen kann.

*) 8 367 Eingehende Maaren, die noch auf dem Wasser oder Landirans-
Porte begriffen find, können nur durch Aushändigung des ConnoissementS und
der Faktur zugleich, an den Gläubiger gültig verpfändet werden.
§. 369. Kann das Eonnoiffement dem Gläubiger nicht auSgehändigt wer-
den, weil dasselbe zur Besorgung der Assecuranz versendet ist: so kann zwar die
Verpfändung auch durch Uebergabe der Faktur allein gültig geschehen;
8. 370. ES muß aber dem auswärtigen Correspondenten, in dessen Händen
das Eonnoiffement sich befindet, von der geschehenen Verpfandung mit der näch-
sten Post Nachricht gegeben werden.

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