Full text: Volume (Bd. 4 (1842))

454 Von den Geschäften der Amtspersonen außer dem Prozeß.
Eintrag nach diesem Tage machen, daS eine boräeresu ad-
hibiren, und das andre mit dem Zeugniß darauf zurück-
geben, daß die Inscription geschehen sey. Am bcßlcn thuk
der Hypothekenbewahrer, wenn er das borclerean worthalt-
lich inscribirt, wodurch er außer alle Gefahr der Verant-
wortung kömmt.
Die Kosten muß derjenige vorschießen, welcher die In-
skription verlangt, aber ste fallen dem Schuldner zur Last.
Für den äußeren Organismus der Verwaltung von
Seite der Hypothekenbewahrer dient zunächst daS Gesetz v.
81. ventose VII. (11. März 1799 *24), wo
1) vorgeschriebe« ist, daß der Hypothekenbewahrer Cau-
tion stellen muß, damit er für di« Irrth üm er und U n-
tcrlassungen hafte, welche bei der Uebcrtragung der
bordereaux in die InscriplionSliste stattstnde»,
8) wo von dem Stempelpapier und dem enregistre-
ment gehandelt wird,
3) wonach nur einzelne Hypothekenbewahrer an dem Sitze
des Gerichtes erster Instanz — unabhängig von aller wei-
teren hierarischen Ordnung zur Hypotheken-Conservation
geschaffen werden,
4) wo von der Ordnung und Aufbewahrung der Regi-
ster nach der Richtung der einzelnen Orte die Rede ist.125)
§. 88.
Fortsetzung. Gründ- und Hypvthekenbücher in
Baden.
In dem zweiten EinführungS-Ediere des französischen
Rechts für daS Großherzogthum Baden steht Folgendes:
„Jeder, der ein liegendes Eigenthum auf irgend einem
RechtSkitel erwirbt, ist schuldig, seinen Erwerb in daS
Grundbuch einrragen zu lassen. Ehe dieses geschehen ist,
kann er in den Gerichten sein Eigenthum nicht geltend ma-
chen, auch keine Pfandverschreibung darauf geben, muß viel-
mehr alle in der Zwischenzeit zwischen seiner Erwerbung

124) Daniels IV. Bd. G. 14. ff.
125) Sieh die übrigen hieher gehörigen Gesetze bei Da nieks IV.
G. 668 — 675.

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