Full text: Volume (Bd. 4 (1842))

Don den Geschäften der Amtspersonen außer dem Prozeß. 44- '
metres davon. Jede Kirche Hai indrß ihre eigenen Be-
gräbnißplätze, die dann unter der Polizei stehen 1°9).
Die Zeugen bei der Aufnahme des TodtcnactS sollen
die nächsten Verwandten? oder wenn der Todle außer seinem
Hause starb, der Herr deS Hauses oder der Wohnung sein,
wo er starb uo). Der Act soll enthalten: Vornamen, Ge-
schlechtSnamenAlter, Gewerbe und Stand, Wohnort des
Verstorbenen, Vor- und GcschlcchtSname des Gatten, auch
wenn der Verstorbene Wittwer oder Wimve wäre, den Vor-
namen, GeschlcchlSnanicn, daö Alter, den Stand und die Ge-
werbe sowie den Wohnort deü Dcclarirenden, und wenn er
ein Verwandter ist, seinen Verwandtschaftsgrad. Auch Vater
und Mutter und den Ort der Geburt soll man angeben «*),
Sechs besondre Fälle werden in den Art. 80 — 85
vorgebracht, abgesehen von dem Falle deS Todes auf der
See Art. 86. 87. Im Uebrigen ist Nichts angegeben von
dem Tode bei einem Brande, oder bei dem Ertrinken, wo
der Beweis nach dem Art. 46. des Code gemacht wer-
den muß.
§. 23.
Bon dem Rechte der Urkunden über den Civilstand
in dem Großherzogthumc Baden.
Bei der Einführung des Code civil im Großherzog,
thume Baden hat man zuerst ebenfalls an die Creirung ei-
gcner Civilstandsbeamten gedacht; jedoch merkte man wohl,
daß man außer den Geistlichen nicht die passenden Subjecte
ln den bei weitem meisten Orten des Landes habe. Man sah
aber nicht ein, daß der Geistliche im katholischen und prote-
stantischen Sinne des bürgerlichen Lebens innerer Wächter
deS Lebens ist, und wollte dem Pfarrer nur da ein Recht
lassen, wo kein Andrer zu bekommen ist"9). Allein bald
erkannte man das Wahre, und ließ überall den Geistlichen
die Führung der CivilstandSbücher. Doch erklärte man sie
im Sinne deS LandrcchtS als öffentliche Beamte, stellte ste

109) Toul lier Nr. 326.
110) Art. 78.
Hl) Art. 79.
112) Verordnung vom Jahre 1809> (Rggsblt. Nr. 21.)

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer