Full text: Volume (Bd. 4 (1842))

396 Von der Verwaltung des CivilrechtS.
daS Recht/ die Richtigkeit der Angabe«/ welche von dem Er«
scheinenden geschehe«/ einer Untersuchung zu unterwerfen ^")-
ES ist auch in der Regel wohl anzunehmen/ daß/ da bei
den Arten der CivilstandSbeamten Alles vermieden wird/ waS
auf streitige Rechte Bezug haben kann , und nur daS Inte-
resse deS Erscheinenden in Betracht kömmt/ von diesem die
gehörigen Angaben gemacht werden-
Da eS sich von juribus status handelt? und gleichsam
die Individualität der Personen hervorgehoben werden soll/
so ist eö hiör ebenso wie bei einem allgemeinen VernchmungS-
protoeolle im Criminalprozesse. Nachdem Jahr/ Tag und Stun-
de des ActS angegeben sind/ werden die Vornamen » die Ge-
schlechtönamen/ daS Alter, der Stand, Beruf und der Wohnsitz
aller derer angegeben, welche im Acte Vorkommen.
Zunächst treten nun die Parheicn selbst auf, welche
einen Act constatirt haben wollen, sodann gewisse Anzeig-
personen, die entweder gesetzlich berufen sind oder sich für
berufen halten, eine Anzeige zu machen und eö ist hier kein
Unterschied zwischen Männern und Weibern.47)
Müssen Zeugen dabei seyn, so müssen dieses UrkundS-
pcrsonen, d. h. männlichen Geschlechtes seyn, S1 Jahre alt,
aber Franzosen brauchen sie nicht zu seyn, auch können sie
mit den Parthcien verwandt seyn (ein Verhältniß/ welches
ganz anders steht bei der testsmentilactio). Wenn der Be-
thciligke keine Zeugen gewählt hat, so kann der CivilstandS-
beamte solche wählen.
Der Act selbst ist mit ebenso großer Vorsicht wie in ei-
nem NotariatSinstrumcnte zu machen. Die Erschienenen,
die Zeuge», der Beamte müssen unterschreiben").
§. 10.
KeKi8tr68 de l’etat civil«
WaS in dem vorigen §. auSgcführt wurde, sind die
actes de l’etat civil. Diese werden von den CivilstandS-
beamten als GeburtSbücher, Ebcbücher und Todfenbüchcr
(registres de l’etat civil) doppelt so geführt, daß sie in

•16) S. jedoch Art. 55. 77.
17) Art. 56. 78.
4s) Art. 34 — 54 des Code.

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