Full text: Volume (Bd. 4 (1842))

22 lieber das römische und über das neuere System der Verträge
Zeit zu zeigen. Nach Do net!» 8 bilden die contractus con-
sensuales die Hauptsache, an welche auch die neueren pacta
praetoria et legitima anzuschließcn sind, ein Gedanke, der
vielfach beibehallen worden ist.") Noodt will überall
bei den Contracten ein negotium a gme civili approbatum,
welches er causa nennt, waS ebenfalls später allgemein re-
kipirt ist. ")
III. Unter den Deutschen von Zasius her, hat man
versucht, daS bedachtliche deutsche pactum als einen klag,
baren Vertrag darzustellen, um eine Veränderung des römi-
schen Rechts anzunehmen.
An dieser unsichren Idee hak man dann in Deutschland
biS aus unsre Tage fortgefahren: in Frankreich aber hat man
sich mehr an das römische Recht gehalten, keineswegs aber
hier daS eononische Recht so mißverstanden, wie in Deutsch-
land.
§. 13.
Verhältniß unsrer Lehre von dem unbenannten Re-
al- und dem sogenannten unbenannten C onsen-
sualcontract.
Wir gehen an der Geschichte des römischen und neue-
ren deutschen Rechts davon aus, daß
») wenn kein eigentlicher Vertrag d. h. keine bestimmte
Verabredung geschlossen ist, derjenige, der ob causam
gegeben har, solange noch res integra ist, das Gegebene zu-
rückfodern kann. Allein es sind dies nur solche Fälle, wo
man noch auf die alte condictio zurückgreifen könnte, und
man in der Thal nicht eine wahre gegenseitige Verständi-
gung, sondern nur einen ungewissen Versuch aber mit dem
Gedanken, nicht zu schenken, etwa in Anspruch nehmen
möchte.
b) Wenn dagegen ein wahrer Vertrag d. i. die Erklä-
rung geschlossen ist, haften zu wollen, ja auch schon bei den
Römern unter gewissen Voraussetzungen (certi contractus '7)
findet dag Reurecht nicht statt. '
15) Comm. lib. XII. c, 6. ff.
16) lib4 sing. ad. edict. praetorie de pactis et transact,
17) 1. 8. f. D. 19. 5.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer