Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 4 (1842))

Zweiter Abschnitt.
Vom Eigenthumserwerb an Liegenschaften.

§. i.
durch Vertrag.
^)aS französische Recht geht hier von dem Grundsätze
auS, daß der bloße Vertrag, z.B. Kauf das Etgenthum über-
trägt. Waü vom Kauf gilt, har auch bei dem Tausch, Ge-
bung an Zahlungüstatt, richterlicher Zuerkennung bei der
Theilung, die auch nur ein Vertrag ist. Art- 826 «. s. rv.
feine Anwendung.
In Frankreich sind Psandschrciber aufgestellt, denen aber
nur die Hypotheken anlicgen. Diese haben ein doppeltes Bucht
1) LdaS Hypothckenbnch,
2) ein Nebenbuch (Art. 2181 und 2108.)
Die Eintragung in daS erste heißt iuseription, in daS
andre 1> ÄN5i8<:rij,lion (Art. 2199. 2200.) Die letztre ge-
schieht nur zu dem Zwecke, um im JnseriplionSbuche die
gehörigeLcgirimalionZzu haben, ist also nur nachweisend
für den Behuf der Hypothek, keineswegs aber als eine Form
der Eigenthumüübcrtragung anzufchcn. Noch weniger brau-
chen die Dienstbarkeiten in das Grund- oder Nebenbuch ein-
getragen zu werden, für welches im Ganzen der Hypolhe-
kenbewahrerlgar keine Pflichten hat-
Nur Schenkungen bei Liegenschaften (Art. 939), wozu
aber nicht die legs gehören (Art. 1016) die aber wie die
Substitutionen (Art. 1069.) auf Verlangen eingetragen wer-
den können, müssen in das Pfandbuch inscribirt werden.
Die Geschichte dieser Lehre ist sehr eigenthümlich:

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