Full text: Volume (Bd. 4 (1842))

Don der Natur des Eigenthums an unbeweglichen Gütern. 251
in Betracht kömmt / und zumal eS in den Dörfern
auf die Kunstmäßigkcit, Ordnung, und den Werth der Hau-
ftv und Plötze wie in den Städten ankömmt, auch es
glaublich wäre, daß die Observanzen von Paris nicht bloö
die Observanz jeder Stadt in Frankreich, sondern auch je-
des Dorfes werden sollten: allein die Sache steht gerade um-
gekehrt, denn der Zweck einer Codification im modernen
Sinne LcS Wortes geht gerade dahin, eine RechtSbestim-
wuiig nur nach ihren Worten allgemein zu machen, und da-
her ist der Art. 663. allein singulär für Städte und Vor-
ßädte gemeint. Das Resultat ist also Folgendes:
a) wo eine Mauer besteht, treten ganz die oben ange-
gcbenen Grundsätze ein:
b) wo aber eine solche nicht besteht, da gilt der Art.
663. nur für Städte und Vorstädte, nicht für Dörfer. 67)
Könnte man im geringsten zweifeln, so wurde schon der
Anfang deS Art. 653. für uns feyn: dans les villes et
dans les campagnes etc. im Vergleiche zum Art. 663.
Im Ucbrigen muß man noch auf den Begriff der Schei-
dewand Bezug nehmen, denn z. B. eine Mauer, die eine
Terrasse hält, ist keine Scheidemauer. Im Zweifel soll
jede Scheidemaucr 8 Fuß hoch feyn. 69)
§. 14.
Don der mitoyennet£ unter den ElgeIIthümer ver-
seil i e d e II e r Stockwerke — und der mitoyennet6 der
Graben und Hecken.
Beide Verhältnisse gehören eigentlich nicht hiehcr: allein
im ersten Falle wollte man daö RcchtSverhältniß der super-

66) Ganz anders war das Verhältniß der römischen insulae.
Toullier Nr. 16l.
6?) Die Höhe dieser Mauer ist zuvörderst nach den bestehenden
Localbauordnungen und Orts'gebräuchen zu bestimmen. Außer-
dem soll in Städten über 50,000 Seelen die Mauer 32
veeimetres (10 Fuß) in den übrigen Städten 26 Decimeter
(8 Fuß) hoch seyn. Zrn übrigen kömmt e§ auf die Privat-
vereinigung an. Zachariä II. 42. und jedenfalls ist bloö
. die äußere nicht die innere Seite der Mauer anzusehen.
(i8J Toullier Nr. 185.
6g) Art. 665.

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