Full text: Volume (Bd. 4 (1842))

Von der Natur des EigenthumS an unbeweglichen Gütern. 841
ihres EigenthumS leiten/ und nur in der Coneurrcnz werden
sie nach dem vorigen $. ex arbitrio der AdministrationSbe-
hörde oder der Richterbebörde beschränkt.
Ebendeßhalb ist aber auch anzunehmcn/ daß/ weil hier
eine Art von Privateigenthum einrritt/ der eine Thcil sich
dadurch helfen kann/ wenn er sich auf die dreißigjährige
Verjährung beruft. *2) — Bei den Römern kam auch hier
die vetustas vor-3S)
§. 9.
Von ver aqua pluvia.
Das Wasser entspringt entweder auf der Erde in der
Art/ daß eS ex capite percnnirend bervorquillt/ eine perpvtua
eausa juris gewährt/ und entweder das Eigenthnm einem
Einzelnen am Beete und am Wasser zusteht, oder baß rS »er.
fchiedene Etgenthümer und verschiedene rivales hat/ wenn
es auch nicht schiffbar istr oder cS ist aqua pluvia d. h.
Wasser/ waS von Zeit zu Zeit vom Himmel kömmt. ES
Wäre freilich auch möglich/ daß allmählig aqua perennis da-
durch genährt wird.34) Oft gibt eS Seen, die nur aus Regen.
Wasser bestehen, hieraus kann dann keine Wasserlei.
tung gemacht werden, und die Wasserleitung be.
lieht also nur bei der causa perennis oder per-
petua. Hat der See aber fließendes Wasser zum Zugang,
so gestaltet sich die Sache anders.
DaS Wasser der fließenden Quellen ist nach der
beständigen Natur derselben rcgulirt: anders aber sieht cS
wir demjenigen Wasser aus, waS der Himmel von Zeit zu
Zeit über die Erde führt. In dieser Richtung entscheidet ei.
hentlich dasjenige, waS in der Ueberschrift deS I. CapitelS
des IV. Titels liegt.
„Von den Dienstbarkeiten aus der Lage der Orte."
Eigentlich entstanden bei den Römern nur obligatio-
"ds, und im französischen Rechte, wg die alle Bedeutung
Duranton V. Nr. 209. 221. 227. Proudhon III. 1078
IV. 1435.
33> ElverS S. 456.
3/0 Vom Brunne», und andern künstlichen Wasser ist bin nicht
die Rede; cs wird auch nicht der aqua pluvia glcichgehalten.
Nvßhirt, Zeitschrift. Bd. IV. Heft 2- 16

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