Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 4 (1842))

150 I. Hebet den Zustand des stanz. Rechts re.
konnte. Auch Pot hi er hat mit Rücksicht auf das germa-
nische Recht die Lehre bearbeitet. ES sind nämlich:
a) mit der vente die retrait,
b) mit der louage der bail ä vente, a cheptels,
c) mit der sociele die voisinage,
d) die Contracte der bienfaisance f negotia gratuita)
pret ä usage, de precaire, pret de consomption, depot,
mandat, nantissements) unb bet quasicontractus nego-
tiorum gestorum,
e) die contrais aleatoires-d’assurance, de pret ä
la grosse aventure, de Charge, billets de commerce ®),
f) der contrat de Constitution de rente, Leib- und
Erbrente,
g) der contrat de manage, communaute, douaire,
des donations entre man et femme
behandelt, und daraus ist denn der speeielle Theil der Obli-
gationen bet den Franzosen gebildet.
Immerhin wird man hier die Grundlage dcS römischen
RechtS, selbst in der Natur der Verträge finden: allein die
neueren Vorstellungen sind eingcsiochtenr aber sehr Unrecht
hatte man, bei der ersten Kenntniß, die man in Deutschland
von dem Code nahm, Alles auf einzelne römische Stellen und
auf einzelne contumes hinzuführen, denn die ersten und letz,
ten waren durch Pot hi er und seine Vorgänger schon ver-
arbeitet.
Auch in der Lehre vom Eigenthume hatte P othier ge-
schrieben, namentlich mit Rücksicht auf den Besitz: ebenso
über die successions, donations und Testament, jedoch war
er in der letzteren Hinsicht nicht so wichtig, wie Furgole.
Die letzterenWerkePothier'S waren auch nur in den Oeuv-
res posthumes HerauSgekommen, für nicht wichtig gehalten
und daher nicht wieder gedruckt, bis auf die Hauptsammlung
zu 8. vol. zu Paris, die zuletzt wieder von Dupin gemacht
ist in 8 Bänden.

6) Die Bürgschaft und andere aceessorischen Obligationen hatte
Pothier schon in dem allgemeinen Theile der Obligationen
ausgestellt.
6) Daraus hat man mit Recht — die aleatorischen Verträge ab-
gerechnet, das Handelsrecht gemacht.

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