Full text: Volume (Bd. 2 (1837))

ein Gegenstand der Uebertragung? 71
ausdrücklich sagt: ..in ^'uie eeüi etiam re8 ineorpoiales
possunt." Fr.XIx. §.li. Mühlenbruch findet eine un-
mittelbare Anerkennung des Grundsatzes darin. Denken wir
hier bei dem eeäi an ein bloßeS Aufgeben eines Rechts/ so
bedurfte eS nicht gerade dieser Stelle/ um von der Zuläs-
figkeit desselben zu überzeuge»/ da auch nach strengem
Civilrecht die in Jure Cessio weder einzige noch überall an-
wendbare Form war/ stch öineS Rechtes bindend zu begeben.
Die acceptilatio und die imaginaria «olutio per aes et
libram erfüllten in den dazu geeigneten Fällen einen gleichen
Zweck/ und auch die novatio und der non usus dürften als
hierher gehörig betrachtet werden. Sollte Utpian aber mir
den angeführten Worten die Zulässigkeit einer Veräußerung/
welche Uebertragung ist/ haben aussprechen wollen/ so müßte
angenommen werden dürfen/ daß eine jede in Jure Cessio
auch eine solche in stch schließe; denn gibt eS eine in Jure
Cessio/ ohne daß ein Ueberyang von Rechten dabei erfolgt/
so konnte der Jurist immerhin unkörperliche Dinge für einen
zulässigen Gegenstand dieser Rechtshandlung erklären./ ohne
damit zugleich die Uebertragbarkeit derselben anzuerkennen.
Bekanntlich aber wurde von der in Jure Cessio für viele
Zwecke Gebrauch gemacht/ bei welchen nicht ein Schein
eines Uebergangs der ihren Gegenstand bildenden unkörper-
lichen Dinge vorhanden ist. Einmal nämlich diente ste zur
Errichtung von Servituten und des Ususfructus. Dann
aber konnte sie zur Beendigung des letzteren benutzt wer-
den/ wenn fie an den Proprietär geschah/ und drittens lie-
fert die Lehre von der Hereditas und der Cessitia Tmela
sogar Beispiele/ daß fie den Verlust von Rechten bewirkte/
während die dabei beabsichtigte Zuwendung derselben an einen
Dritten für erfolglos erklärt wird.
Die Aenßerung Ulpian's für fich genommen ist also un-
beweisend. Da aber außer ihr keine einzige Stelle vorhanden
ist/ welche geradezu Rechte für übertragbar erklärte/ und sie
in dieser Hinsicht körperlichen Dingen gleichsetzte/ so würde
der vielleicht zufällige Mangel eines ausdrücklichen Quellen-
zeugnisses allein durch innere Gründe ersetzt werden können.
2) An einem Versuch/ aus solchen die Vorstellung von
Uebcrtagbarkeit der Rechte als auch in dem römischen Recht

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