Full text: Volume (Bd. 2 (1837))

8. Sind Rechte nach den Begriffen der Römer ein Gegenstand der Uebertragung? mit besonderer Anwendung auf die Stellen des Pomponius über die Wirkung der in Jure Cessio des Ususfructus an einen Extraneus in Fr. 66. de jure dotium

62 Sind Rechte nach den Begriffen der Römer
Grundsätze enthält — in legitimis hereditatibus successio
non est, im neuesten Erbrechte beibehalten ist, und den
alten Zweck erfüllt/ damit nicht bona vacantia werden-

Sind Rechte nach den Begriffen der Römer ein
Gegenstand der Übertragung? mit besonderer
Anwendung auf die Stellen des Pomponius
über die Wirkung der in Jure Cessio des
Ususfructus an einen Extraneus
in
Fr. 66. de jure dotium.
Von dem Herrn Landgerichtsralh Dr. von Daniels rn Köln.

§. l. Ueber die Frage: welche Wirkung eintrete, wenn
der Usufructuar seinen UsuSfructuö an einen ErtraneuS
cedire, enthält die Justinianische Rechtssammlung zwei in
verschiedenen Theilen derselben befindliche Stellen, deren
Vereinigung von jeher als schwierig anerkannt worden ist.
Nach einer aus Pomponius entliehenen Pandectenstelle (fr.
66. de jure dotium) scheint angenommen werden zu müssen,
daß Consolidation eintrete. Dagegen erklärt der z. 3. J. de
usufr. die Cession für unwirksam, und Gajus, aus dessen
Commentarien diese Stelle übernommen worden ist, benimmt
jeden Zweifel über den Sinn derselben, indem er ausdrück-
lich sagt: der UsuSfructuö verbleibe dem Usufructuar, und
die Cessionshandlung werde als nicht geschehen betrachtet.
Prof. Pugge hat in einem Aufsatze des Rheinischen
Museums (Erster Jahrgang, erstes und zweites Heft S. 14Z)
die älteren Erklärungsversuche dieser anscheinend stch wider-
sprechenden Stellen so überzeugend als unhaltbar nachge-
wiesen, daß vor Mittheilung eines neuen Vereinigungs-
versuches nur dessen eigene Ansicht noch zu prüfen bleibt.
Hiernach haben wir in den Jnstitutionenstellen und dem
Fragment des Pomponius eine wirkliche Meinungsverschie-
denheit der römischen Juristen vor Augen. Der Ususfructus

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