Full text: Volume (Bd. 2 (1837))

Ein paar Bemerkungen zur Lehre vom Pfandrecht. 401
liche» Verpfändung, wenn das Geld versiegelt ist,4) bei
den Obligationen au porteur, wenn die Nummern sorgfäl-
tig verzeichnet, und nicht der Werth der Obligation, alS
vielmehr die Nummer als das Hauptzeichen des ObjectS be-
trachtet ist: allein wenn entweder ausdrücklich gestattet ist,
daS Geld für die Fodcrung zu nehmen,") oder die Obli-
gation zu versilbern, nicht weniger, wenn man sieht, daß
der Gläubiger nur solche und keine andre Objecte annehmcn
wollte, endlich wenn entweder andre Objecte durch unver-
siegeltes Geld auSgelößt, oder auf die Anzeige des Gläubi-
gers, daß er sich nunmehr av Geld und Obligation halten
müsse, der Schuldner sich beruhigt, oder auch wenn die
Obligation nach den Gesetzen der Staatsschulden eingelößt
werden mußte, und der Schuldner dieses voraus wußte oder
wissen konnte: — in allen diesen Beziehungen ist daS Ver-
hältniß der eventuellen Zahlung da . und nicht zu bezweifeln,
daß die Grundsätze der Zahlung und nicht jene der Ver-
pfändung in Anwendung gebracht werden müssen.
17.
Ueber den prätvrischen Schutz bei der Consiituirung
des Pfandrechts und über die Verpfändung
der superficies insbesondere.
Die 1.18. D. 20. l. lautet so:
8i ab eo, qui Publiciana uti potuit, quia dominium
non habuit, pignori accepi: sic tuetur me per Servia-
nam praetor, quemadmodum debitorem per Publicianam.
Zweierlei geht ans dieser Stelle hervor: 1) daß, soweit
der Verpfänder Schutz in seinem Verhältnisse zur Sache ge-
nießt, ebensoweit der Pfandgläubiger gedeckt wird, 2) daß

5) Nach Analogie des deponirten Geldes. Thibaut §.5 51.
6) Hierher paßt auch die Analogie von der verpfändeten
Geldfoderung, denn cassirt der Pfandgläubiger dieselbe
ein, so ist er eo ipso bezahlt. Analogie ist nur vorhan-
den, weil zur Realisirung einer verpfändeten Foderung
eine actio nöthig ist, nicht aber wenn unversiegelt Geld
oder eine obligatio au porteur gegeben ist.

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