Full text: Volume (Bd. 2 (1837))

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Heber bas periculum obligationis speciei.

ausdrückliche oder stillschweigende Vereinbarung angenommen
werden köMte. Die bloße Idee, wie man zu sagen pflegt,
das MeinMvon der einen und andern Seite thut es nicht,
sondern entweder der allgemeine Brauch bei einzelnen Rich-
tungen von Leistungen und Gegenleistungen, oder der Um-
stand/ daß sich in der That die Partheie» gehörig ausge-
sprochen haben. Ohne diese Verhältnisse bringt die Natur
der Dinge mit sich/ daß durch die nicht animo donandi ge-
machte Leistung nur der Annehmende gebunden wird, nicht
aber der Leistende, und daraus folgt wieder, daß das pe-
riculum auf den letzteren keinen Einfluß haben kann.
8.
Von der Natur der notio praescriptis verbis.
Die actio praescriptis verbis hat durchaus keine all-
gemeinen Rechtsfolgen, sondern es kommt nach dem ur-
sprünglichen Principe ihrer Bildung Alles auf die Analogie
an, die Der ihr zu Grunde liegende concrete Fall zu einem im
Civilrecht regulirten Verhältnisse hat. Entweder ergibt sich
dann daö Resultat durch Aehnlichkeit oder Gegensatz.
Namentlich dienen im ersteren Falle Kauf, Miethe, Man-
dat^), im anderen Falle wird besonders das Vcrhältniß
hervorgehoben, wo etwas gegeben ist, in der Hoffnung der
Perfection einer Obligatio 1S), diese aber nicht perfect wird;
hier zeigt sich dann, daß nur die Rückforderungsklage statt-
sinden kann^): unter Umständen die actio de dolo, wenn
eine Rückforderung nicht möglich ist: So ist der §. 3. der
1. 5. I). h. t. auSzulegen:
(}uod si faciam, ut des, et posteaqnam feci, cessas
dare: nulla erit civilis actio, et ideo de dolo dabitur.
Die actio praescriptis verbis verlangt jedenfalls eine
sichere Grundlage, die nicht gerade die Leistung von einer

1 i) I. 5. §. 1. 2. 4. D. 19. 5. Auch Commodat. 1. 17. pr.
D. 60(1.
15) Und dieses ist eigentlich der einzige allgemeine Stand-
punkt, aber sehr natürlich als Gegensatz hervortretend
weshalb auch hier die actio gar nicht stattstnden kann.
16) 1. 20. §. 1. D. eod.

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