Full text: Volume (Bd. 2 (1837))

388 tle&et das periculum obligationis speciei.
nere Zweck. Hit Recht konnten die Römer sagen pactum
nudum sey gar nichts juristisches: denn das Wollen ist RichtS
ohne Zweck. Der Zweck aber bei einer Leistung ist entweder
vel solvendi aut donandi oder obligandi, vel remun-
erandi animus. Von der Donation ist hier überall» nicht
die Rede, auch nicht von der Solution: der animus obli-
gandi vel remunerandi aber als Grund einer Leistung
wird in
I. 52. v. 12. 6.
so dargestellt':
Damus aut ob causam, aut ob rem. Ob causam
praeteritam veluti cum ideo do, quod aliquid a te con-
secutus sum, vel quia aliquid a te factum est: ut etiam
si falsa causa sit, repetitio ejus pecuniae non sit. Ob
rem vero datur, ut aliquid sequatur, quo non sequenti
repetitio competit.
Damit hängt auch zusammen/ daß niemals daS pactum
ein debitum constituirte/ sondern der Zweck/ der dem pac-
tum zu Grunde liegt/ also die renumeratorische Absicht/
oder die Pietätspflicht/ mit einem Worte die datio ob cau-
sam vel rem. Dies sieht man namentlich auS 1. 26. K. 4.
D. 23. 4. bei der dos, wo Pietät im Hintergründe liegt/
aus 1. 22. 32. Cod. 4. 32. bei den usuris, wo die natür-
liche Pflicht zu Zinsen aus der Remunerationspflicht ent-
steht / und wo also nicht das A e u ß e r e des pacii, sondern daS
Intlere der Natur der Verpflichtung entscheidend wird/ ob-
gleich Viele/ namentlich Wächter in seiner diss. pag. 7.
es anders angesehen haben. Daß das pactum ohne innere
Verpflichtung nichts wirkt, zeigt am deutlichsten
1. 28. Cod. 2. 3.
eine Stelle/ welche den Anhängern der gegentheiligen Mei-
nung biöhierher unerklärlich geblieben ist.
&i certis annis, quod nudo pacto convenerat, datum
fuerit, ad praestandum in posterum indebitum?[solutum
obligare non potuit cum, qui pactum fecit, nisi placitis
stipulatio intercesserit.
Also ein innerer materieller Grund der Verpflichtung
gehl nie ans einem pactum hervor/ sondern dieser muß viel-
mehr dem pactum voranögehen/ und wirkt auch ohne daS

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