Full text: Volume (Bd. 2 (1837))

ein Gegenstand der Uebertragungi 101
cum transire, sed ad dominum proprietatis re-
versurum usumfructum. Quidam ergo remedii
loco recte pataverunt introducendum, ut vel locet
hunc usumfructum mulieri maritus, vel vendat
numo uno, ut ipsum quidem jus remaneat penes
maritum, perceptio vero fructuum ad mulierem
pertineat.“
ES berühr das ganze Geheimniß der Auslegung nun dar-
auf/ welcher Werth dem Ausdruck cedi an dieser Stelle bei-
gelegt werden müsse.
Der Satz/ dessen der Jurist bedurfte/ um daraus die von
ihm bemerklich gemachte Schwierigkeit der Zurückgabe des
zur Dos bestellten Ususfructus abzuleiten/ ist einfach der:
daß eine in Jure Cessio mit Erfolg für den Cessionar nur
insoweit eintreten könne/ als sie an den Proprietatis Domi-
nus geschehe. Welche Wirkung die Cession an einen Extra-
neus für den Cedenten habe/ war für den Zweck der Erör-
terung gleichgültig/ da jedenfalls PomponiuS darüber ent-
schieden ist/ daß der Cessionar keinen Vortheil daraus ziehen
könne. Wenn hiervon also die Rede auch noch besonders ist/
so kann diese Anführung/ ohne müffig zu erscheinen/ nur
dazu dienen/ den allgemeinen Satz der Unmöglichkeit einer
unmittelbaren Zurückgabe an die Ehefrau zu begründen.
Das sicherste hierzu war/ wenn die in Jure Cessio in der
doppelten Voraussetzung ihrer rechtlichen Wirksamkeit oder
Unwirksamkeit vergliche»/ und für Beide jene Unmöglichkeit
ins Licht gestellt wurde. Wir haben also in den Worten:
„usumfructum a fructuario cedi non posse, nisi pro-
prietatis domino“ und dem darauf folgenden: „et si ce-
datur -“ einen Gegensatz/ der/ um logisch richtig zu
seyn/ erfordert/ daß in beiden Verbindungen der Ausdruck:
,, cedi44 in dem nämlichen Sinne genommen werde. Der
Ausdruck ced! kann nämlich sowohl von der Rechtswirkung
alö von der äußeren Handlung des Cedirens/ von welchem
an anderen Orten das: „creditur ea cessione nihil agi“
gesagt wird/ verstanden werden. Indem ersten Satze der
hierher gehörigen Stelle ist nun nothwendig das cedi als
die Cession mit rechtlichem Erfolg zu nehme»/ denn nur
diese/ nicht die bl^se Handlung deS CedirenS konnte, wie

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