Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 1 (1833))

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Gibt es noch Stricti juris Obligationen rc.
UN- die Geschichte der ganzen Verordnung. Wie kann man
wohl hiernach eine Zinsenforderung bei den übrigen") Con-
dietionen rechtfertigen?
Im Allgemeinen ist noch anzuführen:
I. Das Prinzip der L, 5. D. 22, 1. Generaliter obser-
vari convenit, bonae fidei judicium non recipere praestationem,
quae contra bonos mures desideretur. Es liegt aber hierin
kein Gegensatz zu den Stricti juris judiciis, denn der Präior
denegirre sogar die Klage aus der auf solche Leistungen aus-
drücklich gestellten stipulatiovielmehr soll mit jenen Worten
nur ausgedrückt werden, daß das officium judicis hier eine
natürliche Grenze habe.
II. Das besonders bei der actio re! uxoriae hervortretende
Prinzip, daß nur bei den b. f. judiciis das sogenannte bene-
ficium competentiae in Betracht kömmt, dagegen bei den
negotiis stricti juris in solidum eondemnirt wird. Man ver-
gleiche 8teman de veteris dotis actionum differentiis. Kiliae
1826 §. 14. Im Uebrigen sind unsere Quellen in diesem
Punkte in der Thar so ärmlich, daß man diesen Grundsatz
im Detail der einzelnen stricti juris obligationes nicht Nach-
weisen kann.
§. 7.
Wenn eö nun zuletzt auf die Beweismittel bei den actio-
nibus b. f. und str. jur. ankömmt, so muß man unterscheiden:
A. Bei den action. str. jur. die Fälle, wo ein certum
gefordert wird, sey dies certum an sich, oder durch poenae
stipulatio, und die Fälle, wo nach der Natur der Sache ein
incertum vorliegt, wie z. B. bei der actio ex lege aquilia.
In ersterer Hinsicht gilt es der Untersuchung eines einfachen
facti, wozu die gewöhnlichen Beweismittel hinreichen; in
44) Ran vergleiche auch die L. 22. D, 39, 5, wornach bei einer
Schenkung deßhalb keine Verzugszinsen bezahlt werden, cum
in bonae fidei contractibus donationis species non deputetur*
Will man behaupten, daß auch diesen Fall der Reichs»
deputationsabschied verändert habe?

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