Full text: Volume (Bd. 1 (1833))

die Specialität der Pfandrechte in den neuen Gesetzgebungen. SS
Verhältniß besonders gut auf die gesetzlichen Hypotheken
anwenden, die, wenn sie die Wirkung gegen Dritte und
den Vorzug vor andern Pfandgläubigern erhalten wollen,
verlautbart und specialisirt werden müssen, außerdem aber
mit den geringeren Folgen wie die vertragsmäßigen Privat-
generalhypotheken bestehen können. Nur etfte Frage verdient
noch näher erwogen zu werden, ob man eine speeielle Privat-
hypothek mit Hypothekarwirkung jedoch nur gegen den Schuld-
ner anerkennen will. Auch hier wäre ich in der Consequenz
unserer Ansichten bejahend zu antworten geneigt; dagegen
läßt sich seiner Natur nach ein Faustpfand nur denken, wenn
eS wirklich in den Händen des Gläubigers ist.
Ad 2. Wenn man von dem Grundsätze ausgeht, das
Recht durch Tabellen und Zahlen zu sichern, dann sollte
man in dem Verlangen, die Schuld, wegen welcher die
Hypothek inscribirt wird, müsse eine fest bestimmte Summe
enthalten, noch weiter gehen, und etwa befehlen, daß nur
nach Rundsummen inscribirt werde u. s. w. Abgesehen davon,
daß der Gläubiger oft in Verlegenheit seyn kann, wie er
die Quantität einer noch in guanto durchaus illiquide» For-
derung anschlagen will, und daß er daher leicht dem Schuldner
durch ein Uebermaaß wehe thut — abgesehen davon, daß
ein Nachtrag ein anderes Datum, von welchem die Hypothek
läuft, zum Schaden des Gläubigers begründet ”) — abge-
sehen endlich davon, daß die sonderbarsten Rechtösätze aufgestellt
werden müssen, um in manchen Fällen eine approximative
Bestimmtheit der Summe herauszubringen, wie z. B. daö
baierische Gesetz bei den Vormündern und Kuratoren thut,
welche nicht für den Kapitalwerth des ihnen anvertrauten
Vermögens, auch nicht für den Betrag der jährlichen Brutto-
Einnahme, sondern nur für den Werth der nothwendig in
ihren Händen zu belassenden Mobilien und für daö jährliche
Reinerträgniß (für die Einnahme nach Abzug der gewöhn-
lichen Ausgaben) eine Hypothek inscribiren zu lassen schuldig

72) Man sehe Zachariä II. Bd. S. m in der Note.

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