Full text: Volume (Bd. 1 (1833))

die Specialität der Pfandrechte in den neuen Gesetzgebungen. 87
daß vor Iuftinian der Begriff „generalis hypotheca“ nicht
so fest technisch war, wie er auf der Grundlage der eben
auszulegenden i. 9. Cod. 8.17. werden konnte, und daß man
folglich im generellen oder Vermögenspfand die hypotheca
eorum, quae habeo Y0N der hypotheca eorum, quae habeo
habiturusve sum theoretisch und praktisch unterscheiden mußte,
aber daraus folgt einestheils nicht so viel, als Merz be-
hauptet, anderntheils aber doch so viel, daß man nicht mit
Caplick annehmen kann, die Stellung unseres Rechts über
den Begriff von Generalhypothek sey in den Schriften der
Pandectenjuriften und in den Constitutionen vor Justinian
schon vorhanden gewesen. Dies besonders wird der Blick
auf die l. 9. Cod. 8. 17. am besten bewähren.
$. 7.
In dieser berühmten Stelle, welche so lautet:
8! quis in cujuscunque contractus instrumento ea
verba posuerit, Fide et periculo rerum ad me pertinen-
tium vel per earum exactionem satisfieri tibi promitto:
sufficere ea verba ad rerum tam earum, quas in prae-
senti debitor habet, quam futurarum hypothecam san-
cimus : nec ex prioribus sanctionibus minus habere
specialis hypothecae memoriam videri: cum sit justum
voluntates contrahentium magis, quam verborum concep-
tionem inspicere. Super qua generali hypotheca illud
quoque ad conservandam contrahentium voluntatem san-
cimus, ut si res suas supponere debitor dixerit, non
adjecto tam praesentes quam futuras, jus tamen generalis
hypothecae etiam ad futuras res producatur.
sind zwei verschiedene Punkte besprochen.
a) Es solle nichts mehr auf die formulae oder verborum
conceptiones ankommen, sondern Alles allein auf den Willen
der Partheien. Daher solle jede Erklärung, daß man mit
seinem Vermögen für eine Forderung stehe, als eine Ver-
pfändung angesehen werden, und es einer weitern speciellen
Verpfändung nicht bedürfen.

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