Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 1 (1833))

26 lieber das General - und Specialpfandrecht der Römer und über
dieses hat sich schon Hepp a. a. O. deö Archivs verbreitet ,
und gewiß so viel dargethan/ daß der Jurist wahrscheinlich
von unseren Grundgedanken ausgegangen ist.
B. Wenn man nun nach dem Principe fragt/ aus welchem
die Römer unsere These vertheidigt haben mögen; so werfen
sich die Meisten in den Grundsatz von der Wirksamkeit der
Bedingungen/ wornach bald die Bedingung retrotrahirt wird,
bald nicht. Wir glauben in diesem Punkte, daß im Gebiete
dinglicher Rechte nicht dieses Princip/ sondern ein anderes
natürlicheres/ für dingliche Rechte passenderes in Betracht
komme; nemo plus juris in alium transferre potest, quam
ipse habet.
Daraus folgt:
a) die bestimmte Vorschrift/ daß bei der Verpfändung
eitler fremden species die Clausel ausdrücklich gemacht werden
muß: si res mea fuerit, also zeigt sich schon dadurch/ daß
nicht die Bedingung an sich die wirkende Ursache hier ist,
sondern daß die Bedingung selbst von eine»! andern Rechts
principe abbängt;
b) wenn bei einer allgemeinen Verpfändung, die aus-
drücklich auf alle künftig zu erwerbenden Sachen geht, jene
Bedingung subintelligirt wird , oder vielmehr durch diesen
Gedanken selbst auögedrückt ist/ so steht wieder im Hinter-
gründe das Hauptprincip der dinglichen Rechte,- die nur au
species eigentlich statt siuden können / und daher wie bei dem
allgemeinen Pfände immer nach species dinglich realisirt
werden müssen/ daß nur derjenige dingliche Rechte enheilen
kann/ welcher Eigenthümer der bestimmten corpora ist.
ES ist eine bekannte Streitfrage, in wie weit der An-
spruch an eine Sache/ die nicht wahres Eigenthum ist/ auf
indirektem Wegr das Pfand bei Kräften erhalte / und man
sieht z. B. aus der I. 21. ß. 1. v. 26, 1., welche prozessualische
und civilrechtliche Vorstellung hier zu Grunde gelegt wurde:
man sieht ferner aus 1.l. pr. D. h. 1., wie für einen schwie-
rigeren Fall die Aequität mit dem eigentlichen Rechte sich

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