Full text: Volume (Bd. 1 (1833))

Beitrag zur Geschichte des germanischen NechtS. 389
Diese Gutöherrschaften, bestehend aus Städtchen, wie
Middelburg in Flandern, aus einzelnen Dörfern oder einer
Gesammtheit von Dörfern oder Theilen von Dörfern, stnd
12 an der Zahl. Ihre Bewohner heißen Appendent-Laetcn.
Ihre Herren stehen, wenn dieselben nicht allodial sind, un-
ter dem Lehenhofe der Chatelanie, die Burg von Brügge
genannt3U).
3) Mehrere weltliche und geistliche Dörfer, Städtchen
oder Herrschaften, die vom Freischöffenthume ganz unabhän-
gig, blos ihren Dynastien unterworfen stnd, nach eigenen
Rechten ihrer Keure und Coutume leben, jedoch mit den
Leuten des Franc in der ständischen Repräsentation vertreten
werden, und zu dem Antheile derselben in den Substdicn
der Grafschaft beitragen. Sie werden deßhalb Contribuan-
ten, Coritribuans oder attd) Subsidiaires genannt. Ehe der
Franc zum membre des Flandres erhoben worden (1437),
standen sie in keiner näheren Verbindung mit ihm. Custis
sagt von ihnen:
Les subsidiaires ou contribuans ont atissi non s'eule-
ment leures jurisdictions particulieres 5 mais ne depen-
dent aucimement de ceux du Franc 31)j tant pour les
coutumes que pour les appels de leures sentences, qui
doivent etre immediatement intentes au conseil de Flan-
dres. Toute leure Obligation consiste ä fournir leur
quote part dans la caisse du receveur-general pour
des subsides qu’on accorde au prince.
Es sind folgende:
La Seigneurie de la prevote de St. Donas.
La Seigneurie des Chanoines de St. Donas.
La ville d’Eecloo. ’•
La Seigneurie de Lembeke et Avechot.
La ville et Seigneurie de Caprike.

30) Ein Verzeichniß aller Lehen, die unter dem Lehenhofe
der Burg vom Brügge stehen, findet stch bei Le Grand,
Coutumes de Flandres. t. t.
31) D. h. sie stehen nicht in einem subordinirten, sondern le-
diglich in einem coordinirten Verhältnisse zur Gemeinde
des Freiamtes.

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