Full text: Volume (Bd. 1 (1833))

die Wirksamkeit des Pfandrechts bei einer solchen obligatio. 145
jurisjurandi in bcttt obenerwähnten Fragmente als richtig
zeigt.6Ü)
b. Daß, wenn die Sache durch einen außergerichtlichen
Eid abgethan ist, und dennoch die obligatio erfüllt wurde,
die repetitio eintritt, weil durch den Eid, wie bei dem pae-
tum de non petendo, die obligatio ganz aufgehoben ist, und
also als naturali« nicht mehr bleibt, wie dies ttttbezweifelt
aus L. 43. D. 12. 6. und aus L. ult pr. I). 12. 2. zu erken-
nen ist.
§. 14.
ES sind jetzt nur noch die Fälle übrig, wo nicht die
obligatio ex aeguitate durch eine Exceptio» reprobirt oder
aufgehoben ist, sondern wo nur die Klage nicht angestellt
werden kann, und folglich die obligatio sicher alS naturali«
bestehen bleibt. Wir rechnen hieher als einzelne Fälle:
1) den Fall der Klagenverjährung, worüber wir noch in
einer befondern Abhandlung uns verbreiten wollen,
2) den Fall, wo die Klage auf einen bestimmten Theil
wegen des sogenannten beneficii competentiae nicht angestellt
werden kann, und wo eS ganz unbestritten ist, daß auf die-
sen Theil die obligatio «aturali« mit allen Wirkungen sowohl
in Hinsicht auf Nichtanstellung der condictio67) alS in Hin-
sicht der Geltendmachung der Forderung durch Compensatio,
Novatio und im Wege deS ConstitutS fortbesteht. Auch der
Bürge muß wegen dieses TheilS der Forderung, welcher bloS

Ob) Die Glosse geht über die Hauptsache weg, und hinsichtlich der
oben bemerkten Gleichstellung will sie jusjurandum delatum
e, necessarium, welches dieselben Folgen haben soll, wie eine
res judicata V0N dem pactum jurisjurandi, welches die Folgen
eines paeti hat, unterschieden wissen. Cujacius nimmt an, in
dem Urtheile über die Hauptschuld liege stillschweigend immer
auch das Urtheil über die Pfandobligation (tom. VII. pag.1505.)
obgleich er selbst wieder von dieser Meinung zu einer sogar dem
Buchstaben des Gesetzes widerstrebenden, übergegangen ist (tom.
IX. pag. 123,i.
V) JL. 9. I). 12. 0.

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