Full text: Volume (Bd. 1 (1833))

die Wirksamkeit des Pfandrechts bei einer solchen obligatio. 135
wenn der Prinzipalschuldner nicht obligirt wurde, waS viel-
leicht bei der fidejussio anders war, obgleich man auch für
einen servus sidejubiren konnte. Uebrigens haben wir schon
im §.6. u. 7. bemerkt, daß das Verhältniß eines pupillus
sine tntore, eines furiosus und prodigus noch weniger günstig
behandelt wurde, wie das eines servus. Hiernach scheint
es «ns, daß in der l--25. I). 46.1. entweder ursprünglich
fideipromiserit gestanden hat, welches von Tribonian aus na-
türlichen Gründen in fidejusserit verwandelt wurde 37),
oder daß der Fall streitig war, und Ulpianus die Meinung
annahm, daß der fidejussor haften müsse, was auch die
Wörtchen „magis «886" recht gut anzuzeigen scheinen.
§. io.
Hierher gehören
3) die Weiber, in Rücksicht auf die Jntercessions-Obli-
gationen. Die Verbindlichkeiten der Weiber aus einer Jn-
tercession sind durch ein 80. und durch die Interpretation
der Juristen als gänzlich reprobirt anzusehen, und bleiben
daher nicht einmal naturales 38), sie sind inanes39). Hin-
sichtlich der speciellen Folgen tritt aber hier manches Merk-
würdige hervor, was unS in die Feinheiten des römischen
Condictionensyftems führt. Das Weib kann nämlich daS
Bezahlte nicht unbedingt condiciren, sondern nur wenn
sie ex errore bezahlt hat, wobei man nicht vergessen darf,
daß die Weiber bei rein-bürgerlichen Einrichtungen und
streng-positiven Rechtssätzen auch wegen des error juris ent-
schuldigt werden. Die Weiber haben also nicht die eondietio
sine causa, bei welcher es bekanntlich auf den Unterschied
der scientia und ignorantia nicht ankommt, sondern die con-

37) Die sponsiones und fideipromissiones wurden mehr nach der
Natur der donationes und der selbstständigen nicht subsidiären
Haftung betrachtet, wie besonders gut nachweist Hugo in
seiner Rechtsgcschichte, X. Ausgabe, S. 365.
38) L. 16. Z. 1. v. 16. 1.
3.9) h. 8. §. 9. 0 eod.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer