Full text: Volume (Bd. 6 (1848))

7. Darstellung der neueren Toscanischen Gesetzgebung

Darstellung der neueren Toscanifchen
Gesetzgebung
über
Gerichtsverfassung und Verfahren in bür-
gerlichen Rechtsangelegeuheiten und
in Strafsachen.
Bon
Nr. F. Roßhirt in Heidelberg.

^chon seit längerer Zeit äußert sich in vielen Staaten Deutsch-
lands der Wunsch nach bedeutenden Veränderungen im Kreise
der Rechtövcrfaffung. Bald blickt man auf England, bald auf
Frankreich. Dort hat eine Reihe von Jahrhunderten eine oft
seltsame Mischung jetzt gültiger Rechtsnormen geschaffen. Hier
hat die Revolution auf einmal ein, wenigstens in der Idee, har-
monisches Ganze in der Rechtsverfassung hervorgerufen. Deut-
sche Staaten suchen auf dem vernünftigen und ruhigen Wege
der Reform, dem heutigen Bildungszustande angemessene unter
sich harmonirende Rechtseinrichtungen zu schaffen. In ähnlichen
Bemühungen ist ihnen bereits das Großherzogthum Toscana
vorangegangen, indem sich der Souverain dieses Landes, Leo-
pold II,, jm Jahre 1838 zu bedeutenden Veränderungen in
der Justizverfaffung veranlaßt sah, denen man bis jetzt nur
segensreiche Folgen zuschreibt. Die Worte, deren sich der Sou-
verain bei Einführung der neuen Gesetzgebung bediente, ver-
dienen hier in getreuer Uebersetzung mitgetheilt zu werden. Sie
lauten folgendermaßen:
„Nachdem Wir beschlossen habe», in Unseren Staaten eine
auf feste Grundsätze gebaute, dem heutigen Zustande der bür-
gerlichen Gesellschaft angemessene Gleichförmigkeit der Gerech-
Roßhirt, Zeitschrift. Bd. VI. Heft 1. 1

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