Full text: Volume (Bd. 3 (1839))

5. Beitrag zur Lehre vom crimen de residuis

Beitrag zur Lehre v§m crimen de residuis.
Don Dr. T. Brackenhoeft, derzeit in Kiel.

^er nachstehende kleine Aufsatz bezweckt die Mitthcilung
einiger Bemerkungen, welche dem Verfasser bei einer gclcgent-
heitlichen Veranlassung sich aufgedrängt haben und macht dem-
nach auf Vollständigkeit der Ausführung keinen Anspruch.
Den dazu erforderlichen einleitenden Anhaltpunkt wird der
Verfasser der schätzbaren Ausführung von Roß Hirt (im
Reuen Archiv des CriminalrechtS B. X. S. 453—475) ent-
nehmen, und an die dadurch gewonnenen Hauptresultate seine
Bemerkungen knüpfen.

Dieselbe lex Julia, welche vom crimen de residuis
handelte, enthielt auch Bestimmungen über den peculatus
(von dem damit in Verbindung gesetzten s. g. sacrilegium
kann hier abgesehen werden). Aber nicht allein die Strafe
ist bei beiden Vergehen verschieden, sondern auch die Hand-
lungen, durch welche sie begangen werden.
t. Der Peeulat (ohne Rücksicht auf die zugleich darunter
begriffenen betrüglichen Handlungen am „aurum, argentum,
aes publicum“) erscheint alS das furtum am öffentlichen
Vermögen, und wird durch aukcrre, intercipere oder in
rein suam vertere begangen.
2. Das crimen de residuis besteht im Richtrestituiren,
oder Richtverwenden des öffentlichen Vermögens zur gehörigen
Zeit und in der gehörigen Art und Weise; eS wird begangen
durch retinere oder non erogare, oder allgemein gesprochen,
durch das Herbeiführe« de- residere der pecunia publica.

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