Full text: Volume (Bd. 3 (1839))

Ucbfr tbcilbareund unthcilbare, «wlbcHkeundungetheilteNechle. 75
thcilbaren Grundstück kann ja mehreren ein getheilteS Eigen-
Ihum oder eine unaerheiUe Servitut gebühren, und das un-
theilbare Pferd kann wieder jn-n mdiviso im Mtteigeiithum
mebrer sich befinden, und andern darauf ein unthcilbareS
FordcrungSrecku zustehen.
Diese Erklärungen werden hinreichen, um die Denen,
mutfl theilbare und untheilbarc Rechte zu rechtfertigen,
so wie daS Verwerfen der sogenannten juristischen Theil.
barkeit und N nt Heilbarkeit der Sachen. ES läßt sich
ffu diesen Ausdrücken kein klarer, genau bestimmter Begriff
verbinden: während jedermann sogleich verstehen wird: waS
durch die Theilbarkeit oder Untheilbarkeit eines Rechtes be-
zeichnet werden soll. —
Da der Character eines unrheilbaren Rechts sich beson-
ders in der Lehre von den Grunddienstbarkeiten klar machen
läßt und auch von den Alten in den verschiedensten Anwen-
dungen durchgeführt ist, so verweisen wir unsre Leser auf
diesen Rechtötheil und vor allem auf S ch r a d e r S erschöpfende
Abhandlung über die Untheilbarkeit der Servituten 20). •
Die untheilbaren Forderungsrechte verdienen näher be-
leuchtet zu werden. Auch ist dre Natur des Erbrechts und
die des Pfandrechts zu untersuchen: um heraus zu stellen:
ob diese beiden Rechte theilbar oder untheilbar sind. Wir
wollen diese Untersuchung den Erörterungen über die untheil-
baren ForderungsrcÄte voran schicken: weil vorerst noch ein
anderer bisher unerklärt gelassener Begriff zu erläutern ist.
Mau muß nämlich nicht blos die untheilbaren Rechte von
den lheilbaren unterscheiden, sondern von jenen auch die
ungetheilten. Fast alle Juristen haben die Untheilbar-
keit und die Ungetheiltheit der Rechte als gleichbedeu-
tende Begriffe zusammengeworfe», aber dadurch in die Lehre
Verwirrung gebracht.
Wir beginnen mit der Aufzählung der Fälle, auS deren
Beleuchtung die Begriffe sich von selbst begreifen lassen.

-O) E. Schrader'S Civil. Abhandlungen v. I.1816/ No. VI. §. 5.
Damit iss indeß zu vergleichen Rubo S. 126 und Nibbrntror
S. 23 i u. folg. '

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