Full text: Volume (Bd. 3 (1839))

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3tU' l>ononim porscssio.

auch gegenüber jedem dritten Nickt Erben den Legitimations
pnnkt begründet, nnd bei dem später etwa cintretenden con-
tradickorischel. Verhältnis; das infer'dictum (jiiorusn bonorum
verschafft' habe mit derselben Wirtniig, wie die später «nge-
schickter Weise so benannte herediiniis petitio possessoria.
Am unbestimmtesten ist Fabricius darüber, wie es mit der
Cautionsleistnng jetzt, wo daS Institut größtcntheüs der ju-
risdirlio volonlaria angchört, gebaltcn worden: cs scheint,
daß er die Cautionsleistnng hier alö etwas nicht Wesentliches
anstcht, und nur bei der bedingten Einsetzung und der hier-
aus erlangten b. p-, sowie in den Fällen, wo eine Bedin-
gung der Antretung vorliegt, wie z. B. bei dem kurios»«,
wo der Prätor wenigstens demjenigen, welcher den furiosus
ansschlicßcn will, die Caution austegt — statt finden lassen
will und zwar nie gegen den Jntestat-Erben, weil ja dieser
erst mit der Entscheidung der Bedingung überhaupt ein Recht
erhalte, und man also gar nicht wissen könne, wem die Cau-
tio«-zu leisten scy.
5) Die b. p. contra tabula« soll nach Fabricius der
Schlußstein gewesen scyn. Er dcducirl dabei recht gut die
Natürlichkeit des Instituts nach Cicero und Valerius
Maximus, indem der Prätor bei einem hieher gehörigen
Falle den Bethciligten geschützt, und dem Testaments-Erben
possessio und petitio versagt habe. Aber der Grund dafür,
daß der Prätor zuletzt diese b. p. erfunden, soll besonders
der feyn, daß der Prätor da6)us civile dadurch habe eor-
rigiren müssen. Auch seven die die Härten dieses In-
stitut- moderirende» Grundsätze de Icxatis praestandis,
de conjungendis cum emancipato liberis von Juristen
unter den Kaisern eingeführt und entwickelt, und daher wohl
zu schließen,,daß daS Institut erst unter August hervor-
getreten sey, der so viel gegen daS alte Ctvilrecht habe ge-
schehen lassen (Fideieommiffe, Codicille, lex Jul. et p. P.
etc.). Einem so zu sagen monarchischen Prätor habe ein
solcher Eingriff auch besser angestanden.
6) Wenn nun FabrieiuS darauf aufmerksam werde«
mußte, daß auch dic b. p. secundum tabulas, die er für
die ursprüngliche anficht, nicht nur in der Form, sonder«
auch in neue» Grnndfätzen oft gegen da- Civilrcchr gege-

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