Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 3 (1839))

310 Dorr der obligatio mandati und negotionm gestorum 7s.
Let hat man die Stellen de- römische« Recht- benützt, die
offenbar kein Prineip anSsprcchcn, sondern die begünstigende«
Befreiungen von übernommener Verbindlichkeit beschränke»
wollten, wenn der Begünstigte nicht verliert, wie z. B. 1.3.
§. 4.1>, 3 5 1.34. pr. 1>. 4. 4. Zum Theilt haben die Rück-
sichten auf da- locupletatio auch ganz eigne historische und
allgemeine Grundlagen, z. B. bei dem Set« unter Hadrian,
welche- den b k. por nur auf die Herausgabe des noch vor-
handncn pretü und der noch vorhanducn Früchte verbindet,
bet der condictio indebiti, die nur gegen den Cx errorc Em-
pfangendcn geht «. f. w. Aber am mehrste» gefehlt ist eS/
aus solchen Sätzen wie
I. 14. D. 12. 6.
Nam hoc natnra aequum est neminem Cum alterius
detrimento fieri locupletiorem eine actio in factum bilden
z« wollen, und sehr befremdet NnS der §. 45S im Mühlen-
bruch'schen Lehrbuchc, der eine solche actio gleichsam an-
der Natur der Sache begründet ansieht, außer wenn die Be-
reicherung au- einem dem Kläger untersagte« Geschäfte er-
wachsen (richtig) oder der Anspruch de- Verlierenden schlecht-
hin nur auf eine Einrede beschränkt ist. Allein wohl ist hier
übersehe«/ daß dek Bildungsgang be- römischen Recht- ein
anderer ist, al- wie ihn Weber (über natürliche Verbindlich-
keiten) -ch denkt / wornach jeder sogenannte NatUrrechtSfatz
eine Klage erzeugt, wenn da-Eivilrecht nicht eine Be-
schränkung ausdrücklich aufgestellt har. Umgekehrt das rö-
mische Recht gibt dem Naturrecht einige Weihe durch Et-
eevtionen, eine Klage aber will immer eiue streng eivilrecht-
licht und speeielle Begründung,

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