Full text: Volume (Bd. 3 (1839))

138 Beitrag zur Lehre vom crimen de residuis.
physischen Urhebers wirken würde, welu-cS ihm selber nicht
vorgeschrieben ist; wo denn ihre Strnflosio.kcit ans den Re.
qeln folgt, welche über die Uutcrschcidliug iw;scheu dem Hioeins
specialis nnd generalis im Sinne der Neueren anfstcstellt
werden ,2(>). ES wird freilich das Verhältnis; theilnchmcndcr
Privatpersonen bei AintSvcrqeben wohl so bezeichnet: das; cs
eine allgemeine, einfache Theilnahine enthalte was denn
nach anderen Terminologien so viel heißt, als generelle Theil-
nähme und wiederum nach einer andern Terminologie
eine spccicUc Theilnahine seyn würde : welche verschiedenen
Tcrminologicen aber darin übereinstimmend das; sic die Regel
ausdrückcn wollen: der Gchülfe ist nicht nach einem Straf-

120) Bei älteren Juristen findet sich die Unterscheidung häufiger in
Beziehung auf den Umfang der Beibülfc. Dgl. darüber Kono-
pack im Arch. d. Crim. R. Bd. VII. S- 297 ff.
12t) So Bauer Lehrbuch des Strafrechts (1327) §. 347. Nr. III.
Wenn der Vers den Sinn der ebendaselbst §. 67. aufgcstcllten
Eintheiluna richtig aufgcfaßt, so ist der allgemeine sowohl
als der cinfachc Gehnlfc derjenige welcher/ wenn er Urheber
gewesen / das Gattuiigsverbrechen begangen haben würde; ein
allgemeiner aber dann, wenn der concrete Urheber ein gesetzlich
ausgezeichnetes, einfacher wenn er ein nicht gesetzlich aus-
gezeichnetes Verbrechen beging. Nur so würde sich wohl ein
Unterschied zwischen allgemeinem und einfachem Gehülfen
finden lassen, und dann eine Verbindung des Grolman schen
und des Feuerbach'schen Eintheilungs'grundeS bewerkstelligt
seyn. Vgl Not. 6. 7. Wenn man aber Amtsvergehen immer
als gesetzlich ausgezeichnete betrachtet, auch wenn ihre Gat»
tungShandlnng kein Vergehen ist (welcherWeg wohl der zu
der einfachsten Auffassung führende seyn dürfte), so würde
man dann bei Amtsvergehen nie einen einfachen Gehülfen
finden.
122) So nach Grolman Grunds, der Crim. N. Wissens. (2. Aust.
§- 36.), welcher den Eintheilungögrund ersichtlich von dem
Begriffe des Verbrechens in abstracto hernimmt; wo denn
dasjenige daö allgemeine ist, waS zum Gattungsbegriffe des-
selben tzcborr.
123) So nach Feuerbach a. a. O. (10. Aufl ) §. 32. und 113.;
welcher bei der Einrheilung von dem Bcgnffe des concreren
Verbrechens ausqebt; wo denn dann die Veihnlfe generell ist,
wenn bei dem Gehülfen, wenn er Urheber gewesen (vgl- auch
Konovack a. a. O.), alle die Merkmale vorhanden seyn wür-
den, die sich bei dem conereten Urheber finden.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer