Volltext: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 3 (1839))

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Beitrag zur Lehre vom crime» de residuis.

Nealisiruug seines FordcrungSrechtS vereitelt; wobei denn
auch hier die vorhin sub. i. b. angegebene Beschränkung
stattftndet.
Eö ist jedoch in allen diesen Fällen zu berücksichtigen/ daß
hier immer nur von pecunia die Rede ist, also auf die Spc-
cialität dev entzogenen Dingcö, sorcrn nicht die zu dem Ver-
gehen erforderliche .Wandlung ihrer Beschaffenheit nach ein
speciell bestimmtes Ding fordert, nichts ankommc; daß folg,
lich, da wenigstens das deutsche Strafrecht auf den Erfolg
sicht, ein Vergehen gegen die pccinia publica erst dann be-
gangen worden seyn kann, wenn durch die Entziehung dcS
in sj»ccie bestimmten DrngeS von Seiten eines Dritten der
Schuldner außer Stand gesetzt wurde, seine Vcrpfiichtung
zur Entschädigung gegen den Staat zu erfüllen, oder wenn
diese Verpflichtung mit dem Vcrlnste dcS Dinges aufgehoben
wäre. Die nähere Bestimmung dieser Verschiedenheiten er-
fordert indeß eine vorgängige Erörterung der Handlungen,
durch welche ein Vergehen gegen die pccunia publica verübt
werden kann.
§. 5.
Der Gattungsbegriff aller jener Handlungen gegen die
pecunia publica ist die pecuniae ablatio-') oder VermögenS-
Entziehnng. Da die pecunia in der hier unterliegenden Be-
deutung, oder das Vermögen, an sich etwas UnkörperlicheS
ist, so kann eS auch nicht unmittelbar jemanden wider Witten
entzogen werden, sondern nur mittelbar durch Entziehung der
körperlichen Dinge, welche eS (unmittelbar bei dinglichen,
mittelbar bei persönlichen Rechten) unter sich begreift. Die
Verschiedenheit der Handlungen, durch welche dies auicrrs
im weitern 22) Sinne voll führt wird, richtet sich nach der
Verschiedenheit deö Verhältnisses, in welchem der Handelnde
zu diesem körperlichen Dinge sieht; und hieraus erklären sich

2*) L. t4,D. ad legem Juliam peculatus etc. (48. 13 )
22) ttneigentlich ist die Bedeutung des »uterre, wenn man e§ in
mittelbarer Beziehung auf die pecunia nimmt. Eigentlich
kann eS nur in Ansehung der unter der pecuuia begriffenen
körperlichen, also auch bereits speciell bestimmten, Gegen-
stände gedacht werden. In dieser letztern Beziehung ist es
denn auch beim Peeulat zu nehmen.

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