Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 5 (1844))

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lieber ßcffion und actiones utiles.

teri. Und so hascht in der That der Practiker nach Einzelnhei-
ten — so wird er geführt von dem Buchstaben durch die tro-
ckene Steppe des Lebens.
Im Uebrigen ist diese Lehre von Mühlenbruch vortreff-
lich bearbeitet, denn mit Recht führt er dieselbe auf die Unter-
scheidung hin, ob die Cession aus absoluten Gründen unstatt-
haft sey, oder ob gewisse positive Erfahrungen bestimmend
wurden 4#). Die erste Rücksicht ist deßhalb so wichtig, weil
sie hauptsächlich beiträgt, die Natur der Cession auf das ge-
naueste zu erkennen, und wir verweisen daher ganz besonders
dahin, ohne daß es der Zweck dieser Darstellung ist, das Ein-
zelne davon auszuführen.
Dagegen die andre Rücksicht zeigt, wie das gewöhnliche
Leben jener Zeit Vorsichtsmaasregeln gebot: a) hieher gehört
diejenige Einschränkung, welche man gewöhnlich als Verbot
der Cession an einen Mächtigeren zu bezeichnen pflegt, obgleich
dies nicht für richtig gehalten werden darf °°), b) das Ver-
bot der Cession einer Federung gegen Pflegbefvhlne, an deren
Vormünder'"), «) die reichsgesetzliche Vorschrift, daß Fode-
rungen eines Juden an einen Christen einem andern Christen
nicht abgetreten werden dürfen4l), d) das Verbot der Cession
einer actio litixiosa 4S).
Mit Recht ist nur die letzte Beschränkung in den Code
civil der Franzosen übergegangen, aber in einer ganz eignen
den Römern unbekannten und gewissermaßen unzweckmäßigen
Art").

§. 17.
Geist der neuen Gesetzgebungen.
Ihnen war es durchaus nicht beschieden, den höheren wis-
senschaftlichen Standpunkt der einzelnen Rechtslehren aufzufassen.
Sie sind Copien der Lehrbücher und der unmittelbarsten prac-

49) Lehrbuch §. 497. I. II.
50) Mühlenbruch Cession ui. Ausg. @. 377.
51) Nor, y2* c. 5.
52) R. A. v. I. 1551, §. 79. St. A. v. 1577. Tit. 20. §. 4.
53) 1, 2 — 4. C. 8. 37.
54) Akt. 1699- 1700.

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