Full text: Volume (Bd. 5 (1844))

38 Von der bonorum possessio secundum tabulas.
chen konnte, und wenn er zur Zeit des Todes dazu fähig war,
auch soferne er in der Zwischenzeit unfähig gewesen wäre, die
b. p. 8. t., jedoch muß der Testator später, wo er wieder fähig
wurde, seinen Willen, daß das frühere Testament gelten solle,
besonders etwa durch ein Codicill zu erkennen gegeben haben-
!. 11. 8- 2. 0. 34. 11. Ferner, wenn ein filius über sein
peculium castrense ein Testament gemacht, später aber
emancipirt wird, so gilt das Testament allgemein, und der
Prätor gibt b. p. s. tabulas ").
Auch wenn der Testator nach der Errichtung des Testa-
ments furiosus oder prodigus wird, kann aus dem vor die-
sem Zustande errichteten Testamente b. p. s. t. erlangt wer-
den ").
II. Derjenige, welcher capite deminuirt ist, z. B.
Gefangenschaft fiel, kann gleichwohl, wenn er wieder fret wird,
ohne weiters die b. p. s. t. suchen **>
III. Wo sonst ein Zweifel ist, findet die b. p. s. t. statt,
z. B. wenn nur einem von zwei Kindern ein substitutus ge
geben ist, man aber nicht weiß, welches von den Kindern za-
erst gestorben ist, hat der substitutus b. p. s. t.10): ebenso,
wenn zwei Testamente zu derselben Zeit vollzogen eristiren und
verschiedene Erben in jedem von beiden stehen, haben die Er-
ben beider Testamente b. p. s. t. **).
IV. Der Prätor gab eine d. p. wenn die eivilrechtüche
Form der nuncupatio fehlte, was jetzt keine Bedeutung
hat
V. Am meisten half er durch Cautione», z. B. bei der
bedingten Einsetzung, bei der Einsetzung eines furiosus, eines
Kindes u. s. w. wo aber, wenn es hier an der Caution fehlte,
der substitutus daran kamll).
17) 1. 1. §. 8. D. 34. ti.
18) I. 1. §. 9. D. eod.
19) 1. 11. § 1. D. eod.
20) 1. 11, pr. D. eod.
21) 1, 1. §. 6. D. b. U
22) lieber das Wörtchen potissimum. Natürlich ward gerade
für diesen Zweck vorausgesetzt/ daß die TestamentSurkunde
vorhanden war.
23) Dig. 37. 3.

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