Full text: Volume (Bd. 5 (1844))

D-N der bonorum possessio secundum tabulas» 31

a) daß die Pupillarsubstitutionen und die dem Substitu-
ten auferlegten Vermächtnisse erhalten wurden ®). Dasselbe gilt
für die Vormundschaftsernennungen.
b) Ebenso waren und blieben die exheredationes rite
kaetae gültig T).
c) Und nur bei Vermächtnissen wurde so unterschieden,
daß bei der b. pio contra tabulas gewisse Personen privile-
girt wurden, bei der b. pio secundum tabulas aber alle
Vermächtnisse zu bezahlen waren.
Nur wenn ein emancipatus b, pio c. tabulas suchte,
also auf dessen Theil die Legate, welche nicht an exceptae
personae gingen, vernichtet wurden, sollten die eingesetzten
andern Notherben an dem Ediet Antheil nehmen (commisso
per alium edicto), wodurch das Prineip der b. pio contra
tabulas im Ganzen hergestellt wurde.
Man sieht schon aus dieser Entwickelung, daß die b. p.
contra und secundum tabulas nicht weit von einander ent-
fernt waren, es aber, wo es immer möglich war, natürlicher
erschien, bei dem Willen des Testators zu halten.
Dadurch wurden auch Unannehmlichkeiten für den Berech-
tigten selbst abgewendet, z. B. derjenige, welcher die b. p.
secundum tabulas hatte, brauchte nicht zu eonfen'ren.
§. 4.
Dieses Alles kömmt wortgetreu in unseren Rechtsquellen
vor.
1. 3. 8. 11. o. 37. 4.
Siquis ex liberis heres scriptus sit, ad contra tabu-
las possessionem vocari non debet, cura enim possit
secundum tabulas babere possessionem, quo bonum
est ei, contra tabulas dari? Plane, si alius committat
Edictura, et ipse ad contra tabulas possessionem ad-
®ittetur. •
Doch nicht gerade diese klare Stelle verbürgt unsre An-
sicht ; eine Menge andrer Stellen sind nur unter Voraussetzung
unsrer Ansicht zu erklären, wie gleich z. B. die darauf fol-
gende 1. 3. §. 12. D. cit.

6) 1. 34. §. 2. D. 28. 1. 5. D. 37. 5.
7) Franke Rotherbenrecht S. i4i.

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