Full text: Volume (Bd. 5 (1844))

90 Dvn der bonorum posreuio secundum tabula».
d. pio unterscheiden, außer den einzelnen Fällen, die weiter
unten im §. 9. als Fälle der Billigkeit entwickelt werden sollen
A. Die Fälle, wo dereinst die Form des Testaments
gegen das Civilrecht erhalten wurde, und welche jetzt durch
die neue Testamentsform weggefallen sind, sodann
8. Die Fälle, wo, weil das Recht der postumi und sui
wegfällt, obgleich das Testament ungültig ist, der Prätor dem
Eingesetzten hilft *).
C. Die Fälle, wo der emancipatus, wenn er weder
rite institutus noch rite exheredatus ist, doch sich leichter
durch die b. pio secundum tabulas helfen kann.
Daraus folgt, daß, wenn die Fälle ad A. und ad B.
auch secundum tabulas heißen mochten, doch der Fall ad C.
mehr juxta oder adversus testamentum hieß. Rur diesen
letzten Fall wollen wir vor der Hand etwas genauer bespre-
chen, weil er von den Schriftstellern sehr vernachläßigt er-
scheint.
§. 3.
Die b. pio hatte überhaupt den Zweck, den Willen des
Testators, soweit es möglich war, vorerst in den Vollzug zu
setzen* 4). Nur wenn diese Richtung unausführbar blieb, kam
es zur b. pio contra tabulas *).
Im Allgemeinen wurde bei der letztem immer vorausge-
setzt, daß die emancipati präterirt sind, aber der Begriff
praeteritio wurde nicht so strenge aufgefaßt, wie bei der Gel-
tendmachung des Suitätsrechts.
Dem Prätor war es also ftei gegeben, bald die b. pio
secundum, bald jene contra tabulas zu gebrauchen, aber
doch nach bestimmten Regeln, wobei es aber immer kam, daß
auch bei der b. pio secundum tabulas das Testament selbst
verändert wurde, weßhalb man den Gedanken haben mochte,
sie nicht secundum, sondern juxta oder adversus zu nmnen.
Bei den b. possessiones sowohl der contra als se-
cundum tabulas blieb immer das gleich:
Mein testamentarisches Erbrecht l. ß. 4i.
4) Secundum, juxta, adversus tabulas, d. h. nach/ bei deM
Testamente, tn Bejiehung auf das Testament.
.5) Omigebatiu testamentum.

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