Full text: Volume (Bd. 5 (1844))

26. Arbeiten für die künftigen Bände dieser Zeitschrift

Arbeiten für die künftigen Bande diefer
Zeitschrift.

dieselben sollen hauptsächlich darauf gehen, den nachstehen-
den Punkt zu erklären :
„Ueber das römische Recht, wie es unter Justinian
„war, und wie cs jetzt dargestellt wird?"
I. Es war einmal in unsern Tagen eine kurze Zeit, wo
man das römische Recht durch Eregese darstellte, und wo man
sich bemühte, Alles rechtshistorisch und exegetisch so zu entwick-
eln, wie es zu Justinians Zeit war. Allein dieser Zweck
kam doch nicht zur vollständigen Ausführung; wir haben jetzt
nur zwei Vorarbeiten, die Glosse, und die Bestrebungen des
Cuja cius: weiter aber sind wir noch nicht gekommen, einige
einzelne Punkte ausgenommen, welche rechtshistorisch erhellt
wurden. Soviel ist aber gewiß, daß noch viele Stellen in den
Pandecten und im Codex nicht gehörig erklärt sind, und daß
auch die Zukunft hier noch Manches zu arbeiten findet, z. B.
was war ein pactum de non petendo bei den Römern?
ein remissorischer Vertrag gewiß nicht, denn dies wäre eine
Schenkung gewesen, soferne man an einen speciellen
Rechtsgrund gedacht hätte! welchen man titulo lacrandi
alterum aufgegeben hätte, vielmehr war es ein allgemei-
ner Verzicht, welcher jede Klage abwenden sollte, und wo-
bei man an die Intention der Paciscenten gar nicht dachte,
und darauf allein ist auch das prätorische Edict pacta con-
venta servabo zu beziehen, welches dem Prätor nur das
Recht geben sollte, auf alles Vorbringen der Partheien, d. i.
auf jeden allgemeinen Verzicht im Prozesse Rücksicht zu nehmen.
Dieser Punkt mit noch vielen andren Beziehungen muß noch
besser aufgeklärt werden. Es hängt mit dem strictum ju« der
Römer zusammen.

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