Full text: Volume (Bd. 5 (1844))

25. Wechselrecht von Dedekind (Abriß einer Geschichte der Quellen des Wechselrechts und seiner Bearbeitung in sämmtlichen Staaten Europas für Juristen und Kaufleute. Von Dr. J. L. U. Dedekind, herzogl. Braunschw. Lüneb. Hofrath und Professor am Herzogl. Collegio Carolino. Braunschweig. Verlag von Dehme und Müller 1843)

Abriß einer Geschichte -er -Quellen -es
WechfelrechtS
- und
seiner Bearbeitung in sämmtlichen Staaten Europas für Ju-
risten und Kauflcute, Von ür. I. L. A,. Dedekind, Herz vgl.
Braunschw. Lüneb. Hofrath und Professor am Herzogl.
Collegio Carolino. Braunfchweig. Verlag von O eh me
und Müller 1843.

ist in der neuesten Zeit große Verhandlung darüber ge-
führt worden, was die Gewohnheit sep. Dabei muß man auf
den Bildungsgang deS Rechts zurüchegehen, und kömmt zu den
verschiedensten Ansichten. Viel klüger haben die Römer die
Sache gehalten, wenn sie
1) das Recht nach dem Standpunkte des jus scriptum
et non scriptum angesehen haben, wodurch dann Gewohnheit
aus diesem praktischen Standpunkte nur das Recht der münd-
lichen Tradition war. Die schriftliche Tradition, auch
wenn die Sache nach dem Bildungsgänge anders aufgefaßt
werden konnte, war ihnen nicht mehr Gewohnheit. Das edic-
tum praetoris gehörte zum jus scriptum.
2) Eine mündliche Tradition kann nicht aufgehalten
werden, aber inwieferne sie zum Gesetze werden kann, hängt
von der Natur der einzelnen Staatsverfassungen ab.
Man könnte mit diesen Gedanken über viele Scrupel weg-
kommen, namentlich die I. 2. Cod. 8. 53. erklären, die aus
einer Zeit kömmt, wo aus der Republik die absolute Mo-
narchie geworden war.
Unser Verfasser sammelt nun das jus scriptum der Ge-
setzbücher und das non scriptum soweit es auf wissen-
schaftlicher Abstraetion ruht, was mas aber nicht ge-
schriebenes Recht deshalb nennen muß, weil es nur Privatar-

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