Full text: Volume (Bd. 5 (1844))

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namentlich der Stiftungen zu Erben.
Vellejani, Corneliani unb Juliani zu bestimmen, wie es mit
ihrer Concipirung nach dem directen Civilrechte aussehen mußte.
v. Allmählig wirkte die Lehre von der bonorum pos-
sessio und die indirecte Hinterlassungsart bei. In der ersten
Hinsicht nahm man an, daß auch dem Descendentcn eines Ag-
naten und Cognaten, der postumus ist, die Erbschaft gegeben
werden kann, wenn dieser b. pionem suchen willS6), natür-
lich muß er zu der Zeit der Delation, die sa eine gesetzlich be-
stimmte war, geboren seyn. Darnach bestimmte sich auch die
Zeit der Conception 3T).
Bei dem Fideikommisse mußte der erste Fideicommiffar zu
der Zeit geboren sein, quo dies fideicommissi cedit, und das-
selbe gilt auch für die weiteren Fideicommissare. Bei der fidei-
commissarischen Einsetzung wurde das Notherbenrecht gar nicht
vorausgesetzt, wie dieses in der nach der vorliegenden Note ge-
gebenen Stelle anzunehmen scpn dürfte. Viclinchr konnte auch
ein postumus alienus im weitern Sinne fidcicominissarisch
eingesetzt werden nach der 1. penult. I). de texat- 1. A
fratris postumo fideicommissum dari potest z sola enim
voluntas servatur in fideicommissis, et obtinuit Galli
sententia, alienos quoque postumos legitimos nobis he-
redes fieri..
Was die sententia Galli bedeutet, ist freilich zweifelhaft
und soll hier nicht untersucht werden : , aber durch die Vereini-
gung des prätorischen Rechts mit dein Civilrechte konnte Ju-
stini an in seinen Institutionen sagen:
postumus autem alienus heres institui et antea
poterat et nunc potest **), :
Et nunc potest mag sich vielleicht auf seine Constitution de
personis incertis beziehen. ..

36) 1. 6. pr. D. de inoff. test., hinsichtlich der b. pi"> die ja
vorausgesetzt wurde, wenn man das Pstichltheilsrecht gel-
tend machen wollte- ,,: • - , ' <
37) Daher heißt es mit Recht. in 1. 3. v, 3e bonor. poss. s. t.
37. fl. , Verum est, omnem postumum, <jui morieole en-
tstöre ju utero fuerit, si natus sit, bonorum possessionem
. petere posse
§. 28. J. 2. SO.

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