Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 5 (1844))

namentlich -er Stiftungen zu ErbrN.' DA
den , hier nicht, weil die wissenschaftlichen Anstalten tstgne col-
legia waren.
Aber mit der Erhebung der geistlichen Macht zur wissen-
schaftlichen und künstlerischen Begeisterung in dem schöneren
Theile des Mittelalters fehlte es nicht, daß alle Anstalten dieser
Art als geistliche -Anstalten angesehen wurden, nicht nur die
Universitäten, als alle zur Bildung der Einzelnen gemachten
Anstalten. Die Richtung auf die studia generalia ist bekannt
genug, aber auch in der andren Hinsicht kann die Ausdehnung
nicht weit genug gemacht werden, wie insbesondre in denDe-
cisionen der rot» Roman» unter dem Standpunkte der pia
causa entschieden ist. Ejus tamen favore est licita
extensio.
decis 136. Nr. 11. pari. 7.
Eine solche Stiftung ist'keine persona Lola, sondern sie
wird als eine im wohlthätigcn Zwecke gemachte Einrichtung
angesehen, die unter der Vertretung und unter dem Schutze der
Kirche stand. Nur das collegium ist eine persona ficta^ und
muß haben eine specielle admissio Und concessio.
decis 516. ?fr. 23. part. 18. tom. 2.
decis 695. Nr. 3 pari) 18. t. 1.»)
Es ist dieses auch leicht erklärlich: eine Stiftung kann nie-
mals dem Gemeinwesen schaden ; nur das freie Recht zu Stif-
tungen ist es, welches sie Hervorrust: eine Verbindung von Men-
schen aber, wenn sie als status angesehen werden soll, ist nur
wegen ihres besonder» Zweckes dem Staate ungefährlich,, und
derselbe muß daher Einsicht nehmen.
Im Alterthume kam die Unabhängigkeit einer solchen Stif-
tung nicht so unmittelbar vor, wie in der neueren Zeit: dort

*2) Wir berufen Utt- hier deshalb besonders auf die decisiones
rötae romaos«, weil, wenn sie auch für Deutschland keinen
unmittelbaren praktischen/ doch den wichtigsten historischen
Werth haben. Gluck, pAecognita uber: universae juris-
prud. ecclesiast, §.73.

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