Full text: Volume (Bd. 5 (1844))

20. Ueber die Einsetzung der sogenannten juristischen Personen, namentlich der Stiftungen zu Erben

lieber die Einsetzung der sotzena«bte« ju-
ristische« Personen, namentlich der Stif-
tungen zn Erben.

§- ^;
llnzweifelhaft hängt die innere Institntiönsform bei den römi-
schen Testamenten mit der Person des Eingesetzten zusammen
Ein Befehl war es, der an den Erben ging, wornach eine
Person einer andren Person die Umversalsuccession übertrug.
Dabei kam cs auch auf die Natur des Rechts an: die testa-
mentifactio war publici juris und richtete sich nach andern
Grundsätzen wie das Recht bei Verträgen. Daraus folgte,
1) daß, wenn peregrini auch Verträge schließen konnten,
(jure gentium) sie doch im Testamente nicht eingesetzt werden
konnten, * : •
2) ,daß der Eingesetzte juristisch denken und handeln könne,
und zwar unmittelbar selbst, was nicht nur mit der Einsetzung
als vielmehr mit der Antretung der Erbschaft zusammenhängt,
die erst nach dem Tode des Testators erfolgen kann und soll,
weil, während das Testament widerruflich ist, auch der Einge-
setzte erst durch die Annahme der Erbschaft unbedingt gebunden ist.
Daher kann .
«) eine incerta persona, ein municipium, ein Tempel
(Heus) nicht zum heres ernannt werden,
ß) selbst bei den suis, die der angegebenen Regel nicht
Unterworfen sind, kann ein Ungeborner nur eingesetzt werden,
wenn er nach dem Tobe des Testirers geboren in dessen vä-

Hugo, Rechtsgeschichte (eilfte) S- §60.

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