Full text: Volume (Bd. 5 (1844))

Uebtt Jrrthum, Betrug und Zwang. 217
inilis species acceptilationi sit, ei ideo Praetoria
actio nascitur.
Diese Stelle ist deshalb wichtig, weil man daraus sieht,
daß die acceptilatio ein Rechtsgeschäft war, und daß, wenn
diese zwangsweise geschah, die Folgen der stricti Luris
»egotia auf sie anwendbar waren, daß dagegen der mutuus
dissensus kein Rechtsgeschäft war, sondern eine einfache so-
lutio.
e) Endlich kömmt auch die Restitution, weil diese genügt,
Und also eine actio praetoria nicht nöthig ist.
l. 21. $. 5. D. h. t.
8i metu coactus adii hereditatem, puto me heredem
effici, quia quamvis, si liberum esset, voluissem,
tamen coactus volui, sed per Praetorem restituen-
dus sum, ut abstinendi mihi potestas tribuatur.
f) Bei der repudiatio hereditatis, die mit Gewalt ge-
schieht, Hat der repudians utiles actiones, d. h. Restitution
oder die actio metus causa auf Entschädigung, welche er
wählen will.
I. 21. 8 6. D. eod
Diese Stelle von Paulus ist sehr entscheidend, aber nur
für die stricti Luris negotia; daher hat man und namentlich
durch eine Reihe andrer Stellen verführt, geschlossen, daß man
bei den bonae fidei negotia dieses Alles nicht nöthig habe,
indem hier schon die Contraetsklage zur Entschädigung verhelfe.
Man hat dann angenommen, der Contraet sep null und
nichtig.

§. 5.
Fortsetzung. Bon der Nullität bei bonse fidei
Geschäften.
Bei den bonae fidei Geschäften, welche vorzugsweise auf
Treue und Glauben beruhen, hebt die eine solche Treu und
Glauben verletzende Einwirkung die Verpflichtung an und für
flch schon auf.
I. 3. 8- 3 D. pro socio 17. 2.
quia fides bona contraria est fraudi vel dolo.
Daher heißt es denn auch

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