Full text: Volume (Bd. 5 (1844))

19. Ueber Irrthum, Betrug und Zwang

Iteber Jrrthum, Betrug und Zwang.

8-1.
'Römisches Recht in der Üebcrsicht.
A. Unterschied vom Jrrthum und Betrug. Der einsei-
tige Jrrthum kann als Betrug- des andren Theilö
angesehen werden.
^s ist möglich
a) daß bei dem Jrrthume kein Betrug sep *),
b) ferner möglich , daß da, wo der Jrrthum juristisch in
Betracht kömmt, ein Betrug sep .
e) nicht minder möglich, daß auch da, wo der Jrrthum
für sich juristisch nicht angeschlagen wird, ein Betrug sep, wel-
cher zur Entschädigung verpflichtet.
Der Jrrthum nämlich an sich hat nur juristische Bedeu-
tung oder ist wesentlich ,
1) bei dem Gegenstände dcö Rechts — si quis in cor-
pQre errat; in bonae; fidei Geschäften werden auch gewisse
Eigenschaften des eorpus angeschlagen error in substantia.
■ 2) bei einein Subjecte , soferne dieses als Object erscheint,
B. im Vertrage, wo es eine objectio wesentliche Bedeutung
hat.
In der Richtung ad 1. ist bekannt, daß, wenn Jemand

1) .Hier ist es nöthig, baß der Jrrthum ein wesentlicher sey.
2) Wenn hier der Jrrthum nicht wesentlich ist, trit die Lehre
vom Betrug ein, und dies führt auf den besonders unter-
fchiedencn Fall ad c.
Roßhirt, Zeitschrift. Bd. V. Heft 3.

15

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer